Die Ofentür steht offen, während ein Kuchen im Ofen backt.

8 Dinge, die du beim Backen auf keinen Fall tun solltest

Backen ist kein Freestyle-Tanzen, das ist klar. Hier und da mal ein Gramm mehr Butter oder ein, zwei Tropfen mehr Milch sind oft kein Problem. Doch es gibt ein paar Dinge, die du beim Backen auf keinen Fall tun solltest. Damit du für deinen nächsten Backnachmittag ausreichend vorbereitet bist, kommen hier 8 Dinge, die du auf jeden Fall beachten solltest, damit auch wirklich gar nichts mehr schiefgeht.

1. Verzichte niemals auf eine Waage

Backen nach Augenmaß ist noch nie gut ausgegangen. Versuche testweise einmal 60g Mehl und 60g Zucker abzuschätzen und kontrolliere dich später mit deiner Waage. Klar kannst du stolz sein, wenn du „nur“ zehnGramm danebenlagst, aber denke immer daran: zehn Gramm können beim Backen einen Unterschied machen, sodass dein Kuchen plötzlich nicht mehr locker-luftig, sondern steinhart und trocken ist.

Jemand füllt Zucker in ein Gefäß, welches auf einer Waage steht.

2. Verwende kein abgelaufenes Backpulver

Dass frische Zutaten nicht mehr verwendet werden sollten, wenn sie sichtbar über ihrer Haltbarkeit liegen, ist klar. Aber auch abgelaufenes Backpulver solltest du für deine Kuchen nicht mehr verwenden. Die Gefahr, dass dein Kuchen mit dem alten Backpulver nicht richtig aufgeht, ist einfach zu groß. Und es wäre doch wirklich ärgerlich, wenn dein Backergebnis ganz und gar nicht so aussieht, wie du es dir erhofft hast. Weiterer Tipp: Wenn dein Backpulver zwar noch nicht abgelaufen, aber durch beispielsweise Luftfeuchtigkeit schon etwas klumpig geworden ist, siebe das Backpulver vor dem Benutzen.

Alte Backpulver-Verpackungen liegen auf einem Tisch

3. Verändere nicht die Ofentemperatur während des Backens

Zwar ist es bei einigen Rezepten, wie klassischen Christstollen oder einigen Brotsorten sogar erwünscht, dass die Ofentemperatur während des Backens verändert wird, das ist aber im Rezept immer angegeben.

Wenn du im Rezept keine ausdrückliche Aufforderung bekommst, die Temperatur zu verstellen, tue das nach Möglichkeit auch nicht. Zum einen kannst du dann nicht mehr die genaue Backzeit ermitteln, zum anderen sind die Aufheizphasen in einem Ofen nie konstant. Sprich, dein Ofen wird sprunghaft wärmer oder kälter, was schlimmstenfalls dazu führt, dass dein Kuchen verbrennt, zu trocken wird oder gar nicht aufgeht.

Die Ofentemperatur wird während des Backens verändert

4. Mache die Ofentür beim Backen nicht auf

Vor allem bei Windbeuteln oder Teigen mit viel Luftvolumen, wie beispielsweise Blätterteig, solltest du die Ofentür während des Backens immer geschlossen lassen. Öffnest du die Ofentür während der Backzeit, kann es passieren, dass dein Kuchen oder deine Windbeutel zusammenfallen, was das optische Backergebnis deutlich verschlechtert. Zum anderen geht die Temperatur verloren, was dazu führt, dass du anschließend mehr Energie brauchst, um den Ofen wieder aufzuwärmen. 

Die Ofentür steht offen, während ein Kuchen im Ofen backt.

5. Lies das Rezept genau

Mit einem Rezept ist es wie mit dem Kleingedruckten: Wenn man es nicht richtig liest, kriegt man am Ende selten das, was man erwartet. Auf Backen.de findest du deshalb zu jedem Schritt ein passendes Bild und die Mengenangaben direkt im Text. So kannst du dir lästiges Hin- und Herscrollen sparen und überliest garantiert nichts mehr. Denn stell dir einmal vor, du fügst ein ganzes Päckchen Backpulver hinzu statt nur einen Teelöffel unterzumischen? Da wird aus deinem kleinen Kuchen schnell eine überquellende Teigmasse.

Jemand swipet zwischen einzelnen Rezeptschritten hin- und her.

6. Fette unbedingt deine Backformen

Das A und O beim Backen ist auf jeden Fall das Backform fetten! Ohne eine gute Vorbereitung der Backform wirst du nachher sicher eine böse Überraschung erleben. Denn was gibt es Schlimmeres, als sich auf einen leckeren Kuchen zu freuen, der sich partout nicht aus der Backform lösen lassen will? Nimm deshalb einfach einen Pinsel oder ein Stück Küchenpapier und fette deine Backform mit reichlich Butter ein. Vorsorge verhütet Nachsorge.

Achtung: Bei Biskuitteig wird die Backform bewusst nicht gefettet, damit sich der Teig am Rand „hochziehen“ kann.

Jemand füllt Teig in eine ungefettete Backform

7. Rühre den Teig nicht zu viel

Im Ofen sah dein Kuchen noch schön aus und kaum hast du ihn herausgenommen, fällt er in sich zusammen? Das liegt vermutlich daran, dass du zu viel Luft in den Teig gerührt hast. Rührteig darf nicht zu lange gerührt werden, sonst wird dir der Teig zäh. Wenn du Mürbeteig zu lange knetest, wird er brandig, sodass er sich nicht mehr gut ausrollen lässt und weniger gleichmäßig backt. Bei Biskuitteig sackt dir dein Teig durch zu langes Rühren beim Backen zusammen.

Jemand rührt einen Teig. Alle Zutaten sind bereits vermischt.

8. Rühre den Teig nicht zu wenig

Natürlich gibt es bei den Teig-Rührern auch das andere Extrem, nämlich diejenigen, die den Teig nicht lange genug rühren. Wenn du zu wenig rührst, kann es passieren, dass dein Teig zu wenig Volumen bekommt und dadurch nicht richtig aufgeht. Im schlimmsten Fall bleiben Mehlklumpen im Teig zurück.

Jemand stellt den Mixer beiseite, obwohl noch nicht alle Zutaten vermischt sind.

Mit diesen Tipps wird dein Gebäck nicht nur super lecker, sondern Kuchen, Muffins, Plätzchen und Co gelingen dir garantiert und machen dich und deine Lieben glücklich.