8 Wege deinen Hefezopf zu flechten
01.03.2019

8 Wege deinen Hefezopf zu flechten

Das Rezept für deinen Hefezopf

Als Grundlage für die Anleitungen in diesem Artikel kannst du immer das Rezept für unseren Hefezopf verwenden. Der Teig lässt sich ganz flexibel nutzen, sodass er für jeden Strang optimal geeignet ist und garantiert super lecker schmeckt.

Hefezopf
2:20 Std. |  Einfach

Der Klassiker: Geflochtener Hefezopf mit 3, 4 oder 5 Strängen

Ein einfacher Hefezopf aus drei Strängen die ganz klassisch geflochten werden.

Wenn wir von einem klassischen Hefezopf sprechen, dann meinen wir den einfach geflochtenen. Dabei kannst du mit 3, 4 oder 5 Strängen arbeiten. Mit 3 Strängen flechtest du wie üblich. Sobald ein 4. oder 5. Strang dazu kommt, webst du die einzelnen Stränge immer von einer Seite zur anderen, bis du am Ende angekommen bist. Wenn du die Enden dann einfach ein bisschen unter den Zopf schiebst, bekommt dein Hefezopf einen wunderbaren runden Abschluss und sieht schön gleichmäßig aus.

Der Klassiker im neuen Look: Doppelt geflochten hält besser

Ein klassischer Hefezopf, der aus drei geflochtenen Strängen geflochten wird.

Den klassischen Hefezopf kannst du auch aus bereits einmal geflochtenen Strängen flechten. So bekommt er ein besonders raffiniertes Muster. Teile dazu deinen Teig in neun gleichgroße Teile und rolle jeden zu einem Strang von 60 cm. Schnapp dir immer drei und flechte diese ganz klassisch zu einem Zopf. Wenn du alle drei Zöpfe geflochten hast, flechte aus diesen Dreien deinen finalen Zopf. Achte dabei darauf, dass du die Stränge schön locker übereinanderlegst. So behält dein Zopf auch nach dem Aufgehen und Backen das schöne Muster.

Der Winstonzopf: dreifach & dynamisch

Der Winstonzopf ist ein Hefezopf aus 6 Strängen, von denen jeweils 2 parallel laufen und der wie ein 4er Zopf geflochten wird.

Für diesen hübschen Zopf teilst du deinen Teig in sechs gleichgroße Teile und rollst sie zu 60 cm langen Strängen. Dann legst du jeweils drei der Stränge eng nebeneinander. Die ersten drei legst du dir diagonal auf die Arbeitsplatte, die anderen waagerecht darüber. Achte dabei darauf, dass oben etwas mehr der Teigstränge hinausschaut als unten. Nun klappst du als erstes die drei oberen Stränge nach unten, sodass ein umgedrehtes „V“ aus den diagonalen Strängen entsteht. Anschließend fängst du von rechts an immer drei Stränge zusammen mit den anderen zu verweben. Also über die erste Stranggruppe, unter der zweiten her und über die dritte. Dann schnappst du dir wieder die rechte Stranggruppe und verwebst auch diese. So geht es weiter, bis du alle Stränge verwoben hast. Am Ende schiebst du einfach wieder alle kleinen Reste schön unter den Zopf und schon ist dein Winstonzopf fertig.

Der Spiralzopf: einfach & eindrucksvoll

Ein Hefezopf aus zwei Strängen, die zweimal miteinander zu einer Spirale verdreht werden.

Wenn du deinem Zopf einmal einen anderen Look verpassen willst, versuch‘ dich doch mal an einem Spiralzopf. Er ist super einfach und macht wirklich viel her. Teile deinen Teig dazu einfach in zwei Teile und rolle sie zu zwei 70 cm langen Strängen. Leg die beiden Stränge einfach zu einem „X“ übereinander und beginne dann sie miteinander zu verdrehen. Hast du die erste Hälfte geschafft, verdrehst du auch die zweite Seite. Anschließend schnappst du dir die beiden verdrehten Stränge und führst die beiden Enden in eine Richtung, sodass du auch sie erneut miteinander verdrehen kannst. Die Enden noch gut zusammendrücken und fertig ist dein Spiralzopf.

Der Fünferzopf: kreativ & königlich

Ein Hefezopf aus fünf Strängen, bei dem aufliegend geflochten wird, sodass ein spannendes Muster entsteht.

Die bisherigen Zöpfe waren für dich keine Herausforderung? Dann schau dir dieses Exemplar einmal an. Das sieht schon ziemlich eindrucksvoll aus, oder? Für diesen Fünferzopf teilst du deinen Teig in 5 gleichgroße Portionen und rollst diese zu 40 cm langen Strängen. Leg‘ dir alle fünf Stränge nebeneinander und drücke sie oben fest aneinander. Teile die Stränge so auf, dass rechts drei und links nur zwei Stränge liegen. Dann nimmst du die beiden äußeren Stränge, überkreuzt sie einmal und legst sie so wieder ab, dass der einzelne linke Strang anschließend in der Mitte liegt und der einzelne rechte Strang ganz links liegt. Danach verdrehst du den zweiten und dritten Strang von links miteinander und dann wieder die beiden Äußeren. Leg‘ sie so ab, dass wieder der einzelne linke Strang in der Mitte liegt und der einzelne rechte Strang ganz links. Verdrehe dann wieder den zweiten und dritten Strang von links. So machst du weiter bis du am Ende des Zopfes angekommen bist und deine Enden unter dem Zopf verstecken kannst. Schau dir ein paar Mal das Video an, dann hast du den Dreh sicher schneller raus, als gedacht.

Statt Zopf: Der einfache Knoten

Ein runder Hefezopf aus vier Strängen die zu einem Knoten geflochten werden.

Immer häufiger sieht man auch runde Varianten des klassischen Hefezopfes. Für einen solch runden Knoten musst du deinen Teig in 4 gleich große Teile trennen und sie zu 50 cm langen Strängen rollen. Die Stränge legst du so zusammen, dass in der Mitte ein kleines Quadrat entsteht und der rechte Längsstrang über dem oberen und unter dem unteren Querstrang liegt. Der linke Längsstrang muss genau andersrum, also unter dem oberen und über dem unteren Querstrang liegen. Dann fängst du an einer Stelle an, an der ein Strang unter einem anderen herschaut und legst diesen über den benachbarten Strang. Im Uhrzeigersinn machst du dann weiter und legst jeden zweiten Strang über den benachbarten. Bist du mit einer Runde fertig, schnappst du dir einen der, in der ersten Runde benachbarten, Stränge und legst ihn in die andere Richtung über den benachbarten Strang. So gehst du Runde für Runde vor, bis du alle Stränge verknotet hast. Die Enden kannst du einfach unter den Knoten schieben, so bekommst du eine wunderbar gleichmäßige Form.

Statt Zopf: Der doppelte Knoten

Ein runder Hefezopf der aus 8 Strängen geflochten wird, von denen immer 2 parallel laufen

Auch den Knoten kannst du auf verschiedene Art und Weise noch etwas aufpeppen. Statt wie oben beschrieben, kannst du deinen Teig auch in acht gleichgroße Teile teilen und dann wieder 50 cm lange Stränge rollen. Nun gehst du vor wie für den Knoten beschrieben, mit dem Unterschied, dass du immer zwei Stränge nebeneinander legst und diese dann immer gemeinsam bewegst. Das Muster ist am Ende doppelt so eindrucksvoll, das Verknoten jedoch genauso einfach.

Statt Zopf: Der doppelte, gedrehte Knoten

Ein runder Hefezopf, der aus 4 Strängen besteht die vor dem flechten verdreht wurden.

Und wem der doppelte Knoten noch nicht genug ist, der kann sich auch noch an dem doppelten, gedrehten Knoten versuchen. Auch dazu teilst du deinen Teig in acht gleich große Teile und rollst diese zu 50 cm langen Strängen. Bevor du nun jedoch anfängst die Stränge in Position zu legen, schnappst du dir jeweils zwei und verdrehst sie miteinander. Bist du damit fertig, legst du die verdrehten Zöpfe in die oben beschriebene Position und beginnst sie zu einem Knoten zu verweben. Sieht super aus, findest du nicht?

Wichtige Tipps

Wie dein Hefeteig besonders locker wird und was es bei der Verarbeitung alles zu beachten gilt, erfährst du in unserem Artikel "DAS Hefeteig-Geheimnis: So geht er immer auf!". Wenn sich dein Teig nur schwer zu schönen Strängen rollen lässt, gönn' ihm noch ein bisschen Ruhe. Lass ihn 5-10 Minuten abgedeckt auf der Arbeitsfläche liegen. So kann er sich ein bisschen entspannen und ist danach viel einfacher zu verarbeiten. Wenn deine Stränge schön gleichmäßig werden sollen, nimm einfach eine Waage zur Hand und wieg' die einzelnen Teigstücke ab. Das ist zwar etwas aufwändiger, führt aber zu einem umso schöneren Ergebnis. Und wer möchte nicht, dass der Hefezopf nicht nur super lecker schmeckt, sondern auch wunderbar aussieht? Damit dein Zopf eine schöne Bräune bekommt, pinsel‘ ihn vor dem Backen noch mit der Mischung aus einem Eigelb und einem TL Milch ein. Der Milchzucker sorgt beim Backen für eine herrliche Bräune und das Eigelb für den wunderbaren Glanz. So ist dein Hefezopf fast zu schön zum Anschneiden.

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Sandra von Backen.de
Sandra von Backen.de
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