14 Wege deinen Hefezopf zu flechten
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14 Wege deinen Hefezopf zu flechten

Das Rezept für deinen Hefezopf

Als Grundlage für die Anleitungen in diesem Artikel kannst du immer das Rezept für unseren Hefezopf verwenden. Der Teig lässt sich ganz flexibel nutzen, sodass er für jeden Strang optimal geeignet ist und garantiert super lecker schmeckt.

Hefezopf
55 Min. Mittel
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1. Der Klassiker: Geflochtener Hefezopf mit 3, 4 oder 5 Strängen

Ein einfacher Hefezopf aus drei Strängen die ganz klassisch geflochten werden.

Wenn wir von einem klassischen Hefezopf sprechen, dann meinen wir den einfach geflochtenen. Dabei kannst du mit 3, 4 oder 5 Strängen arbeiten. Mit 3 Strängen flechtest du wie üblich. Sobald ein 4. oder 5. Strang dazu kommt, webst du die einzelnen Stränge immer von einer Seite zur anderen, bis du am Ende angekommen bist. Wenn du die Enden dann einfach ein bisschen unter den Zopf schiebst, bekommt dein Hefezopf einen wunderbaren runden Abschluss und sieht schön gleichmäßig aus.

2. Der Klassiker im neuen Look: Doppelt geflochten hält besser

Ein klassischer Hefezopf, der aus drei geflochtenen Strängen geflochten wird.

Den klassischen Hefezopf kannst du auch aus bereits einmal geflochtenen Strängen flechten. So bekommt er ein besonders raffiniertes Muster. Teile dazu deinen Teig in neun gleich große Teile und rolle jeden zu einem Strang von 60 cm. Schnapp dir immer drei und flechte diese ganz klassisch zu einem Zopf. Wenn du alle drei Zöpfe geflochten hast, flechte aus diesen Dreien deinen finalen Zopf. Achte dabei darauf, dass du die Stränge schön locker übereinanderlegst. So behält dein Zopf auch nach dem Aufgehen und Backen das schöne Muster.

3. Der Winstonzopf: dreifach & dynamisch

Der Winstonzopf ist ein Hefezopf aus 6 Strängen, von denen jeweils 2 parallel laufen und der wie ein 4er Zopf geflochten wird.

Für diesen hübschen Zopf teilst du deinen Teig in sechs gleich große Teile und rollst sie zu 60 cm langen Strängen. Dann legst du jeweils drei der Stränge eng nebeneinander. Die ersten drei legst du dir diagonal auf die Arbeitsplatte, die anderen waagerecht darüber. Achte dabei darauf, dass oben etwas mehr der Teigstränge hinausschaut als unten. Nun klappst du als erstes die drei oberen Stränge nach unten, sodass ein umgedrehtes "V" aus den diagonalen Strängen entsteht. Anschließend fängst du von rechts an immer drei Stränge zusammen mit den anderen zu verweben. Also über die erste Stranggruppe, unter der zweiten her und über die dritte. Dann schnappst du dir wieder die rechte Stranggruppe und verwebst auch diese. So geht es weiter, bis du alle Stränge verwoben hast. Am Ende schiebst du einfach wieder alle kleinen Reste schön unter den Zopf und schon ist dein Winstonzopf fertig.

4. Der Spiralzopf: einfach & eindrucksvoll

Ein Hefezopf aus zwei Strängen, die zweimal miteinander zu einer Spirale verdreht werden.

Wenn du deinem Zopf einmal einen anderen Look verpassen willst, versuch‘ dich doch mal an einem Spiralzopf. Er ist super einfach und macht wirklich viel her. Teile deinen Teig dazu einfach in zwei Teile und rolle sie zu zwei 70 cm langen Strängen. Leg die beiden Stränge einfach zu einem "X" übereinander und beginne dann sie miteinander zu verdrehen. Hast du die erste Hälfte geschafft, verdrehst du auch die zweite Seite. Anschließend schnappst du dir die beiden verdrehten Stränge und führst die beiden Enden in eine Richtung, sodass du auch sie erneut miteinander verdrehen kannst. Die Enden noch gut zusammendrücken und fertig ist dein Spiralzopf.

5. Der Fünferzopf: kreativ & königlich

Ein Hefezopf aus fünf Strängen, bei dem aufliegend geflochten wird, sodass ein spannendes Muster entsteht.

Die bisherigen Zöpfe waren für dich keine Herausforderung? Dann schau dir dieses Exemplar einmal an. Das sieht schon ziemlich eindrucksvoll aus, oder? Für diesen Fünferzopf teilst du deinen Teig in 5 gleich große Portionen und rollst diese zu 40 cm langen Strängen. Leg‘ dir alle fünf Stränge nebeneinander und drücke sie oben fest aneinander. Teile die Stränge so auf, dass rechts drei und links nur zwei Stränge liegen. Dann nimmst du die beiden äußeren Stränge, überkreuzt sie einmal und legst sie so wieder ab, dass der einzelne linke Strang anschließend in der Mitte liegt und der einzelne rechte Strang ganz links liegt. Danach verdrehst du den zweiten und dritten Strang von links miteinander und dann wieder die beiden Äußeren. Leg‘ sie so ab, dass wieder der einzelne linke Strang in der Mitte liegt und der einzelne rechte Strang ganz links. Verdrehe dann wieder den zweiten und dritten Strang von links. So machst du weiter bis du am Ende des Zopfes angekommen bist und deine Enden unter dem Zopf verstecken kannst. Schau dir ein paar Mal das Video an, dann hast du den Dreh sicher schneller raus, als gedacht.

6. Der Sechsstrangzopf: Flechtkunst nach Wiener Art

Anleitung für das Flechtmuster Sechsstrangzopf Wiener Art für deinen Hefezopf

Der Sechsstrangzopf Wiener Art ist dem Fünfstrangzopf sehr ähnlich und hat - wie der Name schon verrät - einen zusätzlichen Strang. Hier gehst du beim Flechten also auch ähnlich vor. Für diesen Sechsstrangzopf teilst du deinen Teig in 6 gleich große Portionen und rollst sie zu 40 cm langen Strängen. Leg' dir alle 6 Stränge nebeneinander und drücke sie oben fest aneinander. Teile die Stränge so auf, dass rechts und links jeweils 3 Stränge liegen. Dann nimmst den äußersten Strang von der rechten Seite und den mittleren Strang der linken Seite, überkreuzt sie einmal und legst sie so wieder ab, dass der mittlere, linke Strang anschließend rechts außen liegt und der rechte Strang mittig auf der linken Seite liegt. Danach verdrehst du den dritten Strang von rechts und den Strang links außen miteinander und legst sie so ab, dass der rechte Strang nun ganz außen liegt und der linke als dritter Strang von rechts. So machst du weiter bis du am Ende des Zopfes angekommen bist und deine Enden unter dem Zopf verstecken kannst. Schau dir ein paar Mal das Video an, dann hast du den Dreh sicher schneller raus, als gedacht.

7. Das Korbgeflecht: flechten im Quadrat

Anleitung fuer das Flechtmuster Korbgeflecht fuer deinen Hefezopf

Sieht dieses Korbgeflecht-Muster nicht super hübsch aus? Garantiert ein echter Hingucker für deine Kaffeetafel. Aber keine Sorge, es ist tatsächlich einfacher als man zunächst annehmen mag! Teile dazu deinen Teig in 7 gleich große und 6 halb so große Portionen und rolle die 7 Portionen zu Strängen von jeweils 60 cm und die 6 Portionen zu Strängen von etwa 30 cm aus. Schnapp dir zunächst 4 der längeren Stränge und lege sie untereinander mit einem Abstand von etwa 5 cm auf deine Arbeitsfläche. Links versetzt legst du die drei übrigen langen Stränge in die Lücken, sodass sie sich etwa 1 cm überschneiden. Und los geht's! Schnapp dir immer einen der kürzeren Stränge, lege ihn vertikal, genau in der Mitte, auf deine vorbereiteten langen Stränge und führe die Enden der langen Stränge von der linken Seite alle nacheinander nach rechts und die Enden der rechten Seite alle nach links. Weiter geht's mit dem nächsten kürzeren Hefestrang. Hier gehst du wieder ähnlich vor: Lege den zweiten kürzeren Strang rechts, etwa 10 cm entfernt vom ersten kürzeren Strang und gehe hier wie eben vor: Lege die langen Stränge auf der linken Seite alle einmal nach rechts und die linken Stränge alle einmal nach links.  So geht es weiter, bis du alle Stränge verwoben hast. Zum Schluss kannst du dir eine Teigkarte zur Hilfe nehmen und die Enden etwas abtrennen, sodass sie nicht allzu lang sind. Achte auch hier darauf, dass du die Stränge schön locker übereinanderlegst, damit dein Zopf auch nach dem Aufgehen und Backen das schöne Muster behält. 

8. Stuttgarter Gittergeflecht: kunstvoll & beeindruckend

Anleitung für das Flechtmuster Stuttgarter Gittergeflecht für deinen Hefezopf

Das "Stuttgarter Gittergeflecht" sieht schon ziemlich eindrucksvoll aus, oder? Für diesen Zopf teilst du deinen Teig in 7 gleich große Portionen und 2 halb so große Portion und rollst diese zu 7 Strängen mit 50 cm Länge und 2 Strängen mit 25 cm Länge aus. Leg' dir nun alle langen Stränge mit etwa 2 cm Abstand vertikal nebeneinander.  Nun schnappst du dir einen kürzeren Strang und legst ihn oben so an, dass alle langen Hefestränge verbunden werden, quasi wie ein Rahmen. Drücke ihn danach gut fest, sodass sich die Stränge beim Flechten nicht voneinander lösen. Jetzt legst du den zweiten, vierten und sechsten Strang von unten über den horizontalen Strang. Ziehe die Stränge nicht ganz über den Rahmen, sondern lass noch eine kleine Schlaufe unterhalt der Rahmenlinie liegen. Danach verdrehst du die Stränge mit dem ersten, dritten, fünften und siebten Strang, indem du zum Beispiel das Ende des zweiten  Stranges greifst, mit dem ersten Strang auf Höhe der Schlaufe verdrehst und dann den zweiten Strang nach unten und den ersten Strang nach oben legst. Sie tauschen quasie ihre Ausrichtung.  So gehst du vor, bis du am Ende angekommen bist. Wenn du abschließend den zweiten, kürzeren Strang als Rahmen auf die Enden legst und bei Belieben noch die Anfänge deiner Stränge eindrehst , bekommt dein Hefezopf einen wunderbaren gleichmäßigen Abschluss.

9. Statt Zopf: Der einfache Knoten

Ein runder Hefezopf aus vier Strängen die zu einem Knoten geflochten werden.

Immer häufiger sieht man auch runde Varianten des klassischen Hefezopfes. Für einen solch runden Knoten musst du deinen Teig in 4 gleich große Teile trennen und sie zu 50 cm langen Strängen rollen. Die Stränge legst du so zusammen, dass in der Mitte ein kleines Quadrat entsteht und der rechte Längsstrang über dem oberen und unter dem unteren Querstrang liegt. Der linke Längsstrang muss genau andersrum, also unter dem oberen und über dem unteren Querstrang liegen. Dann fängst du an einer Stelle an, an der ein Strang unter einem anderen herschaut und legst diesen über den benachbarten Strang. Im Uhrzeigersinn machst du dann weiter und legst jeden zweiten Strang über den benachbarten. Bist du mit einer Runde fertig, schnappst du dir einen der, in der ersten Runde benachbarten, Stränge und legst ihn in die andere Richtung über den benachbarten Strang. So gehst du Runde für Runde vor, bis du alle Stränge verknotet hast. Die Enden kannst du einfach unter den Knoten schieben, so bekommst du eine wunderbar gleichmäßige Form.

10. Statt Zopf: Der doppelte Knoten

Ein runder Hefezopf der aus 8 Strängen geflochten wird, von denen immer 2 parallel laufen

Auch den Knoten kannst du auf verschiedene Art und Weise noch etwas aufpeppen. Statt wie oben beschrieben, kannst du deinen Teig auch in 8 gleich große Teile teilen und dann wieder 50 cm lange Stränge rollen. Nun gehst du vor wie für den Knoten beschrieben, mit dem Unterschied, dass du immer zwei Stränge nebeneinander legst und diese dann immer gemeinsam bewegst. Das Muster ist am Ende doppelt so eindrucksvoll, das Verknoten jedoch genauso einfach.

11. Statt Zopf: Der doppelte, gedrehte Knoten

Ein runder Hefezopf, der aus 4 Strängen besteht die vor dem flechten verdreht wurden.

Und wem der doppelte Knoten noch nicht genug ist, der kann sich auch noch an dem doppelten, gedrehten Knoten versuchen. Auch dazu teilst du deinen Teig in acht gleich große Teile und rollst diese zu 50 cm langen Strängen. Bevor du nun jedoch anfängst die Stränge in Position zu legen, schnappst du dir jeweils zwei und verdrehst sie miteinander. Bist du damit fertig, legst du die verdrehten Zöpfe in die oben beschriebene Position und beginnst sie zu einem Knoten zu verweben. Sieht super aus, findest du nicht?

12. Im Mini-Format: Der einfache Knoten

Ein Mini-Hefezopf als einfacher Knoten aus einem Strang.

Du möchtest am liebsten einen Hefezopf im Mini-Format zaubern? Wie wäre es dann mit dem "einfachen Knoten" aus nur einem Strang? Hierfür legst du deinen Hefestrang zu einem "O" und kreuzt die beiden Enden oben übereinander. Das linke Ende führst du dann von oben in die Öffnung und das rechte Ende schiebst du einfach schön unter den Zopf und voilà - schon ist dein einfacher Knoten im Mini-Format fertig.

13. Im Mini-Format: Der Klassiker - Geflochtener Hefezopf

Ein Mini-Hefezopf als geflochtener Klassiker.

Auch den klassischen, geflochtenen Hefezopf kannst du ganz einfach in diesem niedlichen Mini-Format flechten. Lege dafür deinen Strang wieder zu einem "O", bei dem die beiden Enden sich oben kreuzen und ein Ende etwas länger übersteht. Das längere Ende führst du dann von oben durch die Öffnung deines Zopfes und ziehst es auf die linke Seite. Danach verdrehst du den unteren Teil deines Zopfes und ziehst dann das linke, übrige Ende wieder durch die Öffnung. Schon hast du aus nur einem Strang das klassische Hefezopf-Muster gezaubert. Ist das nicht super hübsch?

14. Im Mini-Format: Das geflochtene Paket

Ein Mini-Hefezopf als geflochtenes Paket aus zwei Straengen.

Für das geflochtene Paket im Mini-Format benötigst du nun zwei Hefestränge. Diese legst du zu einem "+" vor dir auf die Arbeitsfläche. Führe nun das obere Ende deines Hefestrangs nach unten und verdrehe die beiden Teile ineinander. Danach verdrehst du die beiden linken Stränge, dann die beiden rechten und anschließend wieder die mittleren Stränge miteinander. So geht es weiter, bis du alle Stränge verwoben hast. Am Ende rollst du den Zopf einfach auf. Fertig ist auch das geflochtene Paket im Mini-Format.

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Hilfreiche Tipps & Tricks

  • Wenn sich dein Teig nur schwer zu schönen Strängen rollen lässt, gönn' ihm noch ein bisschen Ruhe. Lass ihn 5-10 Minuten abgedeckt auf der Arbeitsfläche liegen. So kann er sich ein bisschen entspannen und ist danach viel einfacher zu verarbeiten.
  • Wenn deine Stränge schön gleichmäßig werden sollen, nimm einfach eine Waage zur Hand und wieg' die einzelnen Teigstücke ab. Das ist zwar etwas aufwändiger, führt aber zu einem umso schöneren Ergebnis.
  • Damit dein Zopf eine schöne Bräune bekommt, pinsel‘ ihn vor dem Backen noch mit der Mischung aus einem Eigelb und einem TL Milch ein. Der Milchzucker sorgt beim Backen für eine herrliche Bräune und das Eigelb für den wunderbaren Glanz.