Alternatives Backen: Hilfreiche Tipps

Alternatives Backen: Hilfreiche Tipps

Bei unserem ersten Backen.de BakeCamp im September 2019 war auch Jessica von Eat Tolerant mit von der Partie. Die Kölnerin setzt sich aufgrund ihrer diversen Allergien und Intoleranzen stark mit dem Thema alternatives Kochen und Backen auseinander, denn Verzichten ist für sie keine Option. Einige ihrer kreativen Ideen hat sie uns in einem Workshop vorgestellt. Diese Tipps möchten wir auch dir gerne mit auf den Weg geben. Danke Jessica fürs Teilen! 

Mein Workshop beim Backen.de BakeCamp 2019

Ende September durfte ich beim ersten Backen.de BakeCamp dabei sein und einen Workshop zum Thema alternatives Backen geben. Ich habe mich sehr über das Interesse gefreut, denn als Allergiker möchte man ja schließlich auch leckeren Kuchen oder Torten in netter Gesellschaft genießen.

Ziel meines Workshops war es, den Teilnehmern zu zeigen, dass es gar nicht kompliziert sein muss, glutenfrei, histaminarm oder vegan zu backen. Mit ein paar cleveren Tipps und Tricks werden einfache Apfel-Muffins zum glutenfreien Leckerbissen für Zwischendurch.

Mein Rezept für vegane Cookies mit weißer Schokolade ist durch die bewusste Wahl der Zutaten sogar bei einer Histaminintoleranz gut verträglich.

Workshop mit Jessica von Eat Tolerant

Das Feedback der Teilnehmer war durchweg sehr positiv; allen hat es geschmeckt und niemand hat einen Unterschied bemerkt! Die glutenfreien Muffins kamen sogar besser an, als die normalen Apfel-Muffins mit Dinkelmehl.  Dies ist der Beweis für mich, dass ein einfaches und gutes Rezept alle Bedenken gegenüber alternativem Backen aus dem Weg räumen kann.

Genießen trotz Intoleranzen

Auf meinem Blog "eat Tolerant" dreht sich alles um die Themen Allergien, Intoleranzen sowie alternatives Backen und Kochen. Durch meine eigene Betroffenheit bei diesem Thema musste ich in diesen Bereichen kreativ werden, denn Verzicht ist für mich keine Lösung.

Besonders schwer fiel es mir, unterwegs leckeren Kuchen in einer Bäckerei zu sehen. Ein Stück Kuchen am Nachmittag ist für mich die Belohnung des Tages. Irgendwann war ich es leid, mir die Kuchen nur anzusehen. Ich wollte nicht mehr verzichten. Eine Lösung musste her.

Also versuchte ich, die "normalen" Zutaten durch verträgliche Alternativen zu ersetzen. Dies gelang ehrlicherweise mal besser, mal schlechter. Besonders beim veganen Backen bin ich an meine Grenzen gestoßen, da ich zusätzlich an einer Nussallergie leide und somit auf eine Hauptzutat verzichte musste.

Lecker vegan backen

Nach vielen Versuchen habe ich ein paar leckere vegane Rezepte entwickelt, womit ich auch wirklich zufrieden bin. Ich finde, man sollte nicht den Anspruch haben, dass ein veganer Rührkuchen ohne Eier genauso locker und fluffig ist, wie ein normaler Kuchen. Meine veganen Cookies sind so einfach und dabei so lecker. Es werden keine außergewöhnlichen Zutaten benötigt, noch nicht einmal ein Mixer oder eine Küchenmaschine.  

Glutenfreies Backen

Die erste Regel beim glutenfreien Backen ist, dass man getrennte Backformen, sowie Rührschüsseln und Mixer benutzen sollte. Auch macht es Sinn, die Küche vorher gründlich zu reinigen. Denn schon geringe Spuren von Gluten können bei den Zöliakie-Betroffenen extreme Beschwerden auslösen.

Glutenfreies Mehl mischen 

Für einen glutenfreien Teig benötigt man immer zwei Teile glutenfreies Mehl, ein Teil Stärke sowie ein Bindemittel. Für meine glutenfreien Apfel-Muffins vom BakeCamp habe ich Vollkorn Reismehl, Mandelmehl, Maisstärke und Flohsamenschalen gemischt.

Lecker vegane Muffins backen

Das Mandelmehl verleiht den Muffins ein besonderes Aroma und die Flohsamenschalen sorgen für die Elastizität im Teig. Außerdem speichern sie die Feuchtigkeit, sodass die Muffins sich zwei Tage lang halten.

Viele glutenfreie Fertigmehle enthalten Zusatzstoffe, die nicht vertragen werden. Besonders bei einer Histaminintoleranz können sie erhebliche Beschwerden auslösen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte das Mehl selbst mischen.

Histaminarmes Backen

Beim histaminarmen Backen sind die Hühnereier das Hauptproblem. Allerdings enthält nur das Eiweiß Histamin, das Eigelb nicht. Viele vertragen die gebackenen Hühnereier im Kuchen gut, als Omelett oder Rührei wird es meistens problematisch. Hier sollte man besonders auf die Frische der Eier achten. Bei Histamin gilt generell: Je frischer, desto besser.

Alle Lebensmittel sollten nicht lange gelagert werden. Lebensmittel, die lange gereift oder fermentiert sind, enthalten viel Histamin beziehungsweise sorgen für eine vermehrte Ausschüttung im Körper. Deshalb sollte auf Zutaten wie Salami, Parmesan, Rotwein, eingelegte Gurken, Tomaten, Spinat oder Erdbeeren und Zitrusfrüchte verzichtet werden. Generell sollten alle Lebensmittel unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das gilt auch für Kuchen. Außerdem sollte der Kuchen generell nicht zu lange gelagert werden.

Du willst mehr zu dem Thema erfahren? Ausführliche Informationen rund um das Thema Intoleranzen und attraktive Rezepte findest du auf meinem Blog www.eattolerant.de.

Ich freue mich auf deinen Besuch!

Vegane Rezepte auf Backen.de

Mit diesen leckeren Rezepten, machst du nicht nur Veganer super happy.