Eiweiß verwerten - das machst du aus übriggebliebenem Eiweiß

Eiweiß verwerten - das machst du aus übriggebliebenem Eiweiß

Was bewirkt Eiweiß beim Backen?

Die Grundlage zur Eiweißverwertung ist zunächst einmal zu verstehen, was Eiweiß überhaupt macht. Erst dann können wir das Eiklar verwerten. Also los, schauen wir uns das ganze einmal genauer an: Eiweiß erfüllt beim Backen ganz unterschiedliche Aufgaben. Eiklar hat auf Grund der enthaltenen Proteine zum Beispiel die tolle Eigenschaft, dass es zu Eischnee aufgeschlagen werden kann. Auch im klassischen Biskuitteig, bei dem die Eier nicht getrennt werden, sorgt es für einen luftigen und lockeren Teig.

Darüber hinaus sorgt Eiweiß aber auch dafür, dass Plätzchen und andere Gebäcke eine schöne braune Kruste bekommen und wunderbar knusprig werden. Im Gegensatz zum Eigelb, das Plätzchen mürbemacht, sorgt Eiweiß dafür, dass die Plätzchen schön kross werden.

Mandelmakronen - 03

Eiweißverwertung: Gut aufbewahrt, ist halb verwertet

Wenn du zwar dein Eiweiß verwerten willst, aber nicht unmittelbar am selben Tag, dann kannst du es gut abgedeckt problemlos 2-3 Tage im Kühlschrank lagern. Wenn du dein Eiklar länger aufbewahren willst, dann friere es am besten ein. Verpacke es dafür, möglichst luftdicht verschlossen, in einem Behälter. So hält es sich rund 12 Monate. Wenn du das Eiweiß ein paar Tage aufbewahrt hast, oder es eingefroren war, verwerte es nur noch in gekochten Speisen. Wenn du rohes Eiweiß verwerten willst, solltest du immer ganz frische Eier benutzen.

Tipps zum Aufschlagen von Eiweiß

Die einfachste und klassischste Form der Eiweißverwertung ist die Herstellung von Baiser, also gebackener Eischnee mit Zucker. Schlage dafür dein übriggebliebenes Eiweiß schön luftig auf. Dabei solltest du als erstes darauf achten, dass deine Schüssel und auch die Rührstäbe von deinem Mixer oder deiner Küchenmaschine frei von Fett sind. Gleiches gilt für das Eiweiß: Da Eigelb einen ordentlichen Fettanteil enthält, sollte keinerlei Eigelb im Eiweiß sein, sonst wird es nicht richtig steif.

Darüber hinaus hilft eine Prise Salz im Eiweiß, damit der Eischnee schön standfest wird. Du bist dir nicht sicher, ob du das Eiklar schon genug geschlagen hast? Hier gibt es zwei kleine Versuche, die du ausprobieren kannst:

  1. Bist du mutig genug und dir recht sicher, dass dein Eischnee schon fest genug ist, dreh die Schüssel einfach auf den Kopf. Bleibt der Eischnee in der Schüssel, ist er fest genug.
  2. Wenn du eher auf Nummer Sicher gehen willst, nimm ein einfaches Tafelmesser und schneide ein paar Zentimeter in den Eischnee. Wenn dieser schön getrennt bleibt und nicht wieder zusammenläuft, ist er ebenfalls fest genug.
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Ideen zum Eiweiß verwerten

Auch wenn das Gelbe vom Ei schon weg ist, musst du dein übriggebliebenes Eiweiß nicht wegschmeißen. Für viele Rezepte brauchst du nämlich genau das. Wir haben uns für dich auf die Suche gemacht und dir Rezepte zum Eiweiß verwertenherausgesucht:

  • Wenn wir von Eiweiß sprechen, ist Baiser die naheliegendste aller Optionen. Viele Gebäcke lassen sich mit einer kleinen Baiser-Haube nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich aufhübschen. kleine Baiser-Tupfen, die du mit einem Flambierbrenner kurz anröstest, sind auch auf dem Dessert-Teller ein echtes Highlight.

  • Du kannst dein Baiser aber auch backen und für dein nächstes Backprojekt aufbewahren. Kleine Baiser-Tropfen eignen sich toll als Dekoration für deinen Letter-Cake oder deinen Drip-Cake. Je nach Lust und Laune kannst du das Baiser vor dem Backen auch noch einfärben, so wird deine Dekoration noch abwechslungsreicher.
  • Da Baiser die Basis von Makronen, Macarons und Zimtsternen ist, kannst du übrig gebliebenes Eiweiß auch dort ganz wunderbar verwerten.
  • Dir ist nach dem Backen eher nach einem guten Drink, als nach noch mehr Süßem? Wie wäre es dann mit einem Whiskey Sour? Das leckere Mixgetränk besteht aus – wie überraschend – Whiskey, Zitronensaft und Zucker und wird gerne mal mit etwas aufgeschlagenem Eiweiß verfeinert. Achte dabei darauf, dass du dein Eiweiß direkt nach dem Trennen kaltstellst.
  • Aber auch für gesunde Gebäcke, wie beispielsweise Eiweißbrot, kannst du dein übriggebliebenes Eiweiß optimal nutzen.
  • Zu guter Letzt eignet sich übriggebliebenes Eiweiß natürlich auch für ein Omelett oder Rührei. Vermischt mit einem zusätzlichen ganzen Ei, kannst du nach Belieben deine Lieblings-Eierspeise zubereiten.

Naaa, Eiklar verwerten ist gar nicht so schwer, oder?

Eiweiß verwerten: Rezepte von Backen.de