Keine Angst vor Cake Drips
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Keine Angst vor Cake Drips

Was sind Cake Drips?

Cake Drips, was auf Deutsch übersetzt so viel wie Kuchen-Tropfen bedeutet, sind lässig über den Kuchenrand laufende Tropfen aus beispielsweise Schokolade oder Candy Melts. Die hübschen Drips laufen mal mehr und mal weniger weit den Kuchenrand herunter und gelten als verbreitete Methode, Torten zu verzieren. Der beliebte Trend ist vor einigen Jahren aus den USA nach Deutschland gekommen, hat seine Herkunft aber wohl in Australien. So schreibt man Cake Artist Katherine Sabbath die Erfindung der Cake Drip Verzierung zu. Heute sind die Drips in verschiedensten Varianten auf Torten zu finden. Je nachdem woraus du deine Cake Drips machst, kannst du sie beliebig einfärben und deiner Fantasie im wahrsten Sinne des Wortes freien Lauf lassen.

Welche unterschiedlichen Cake Drip Varianten gibt es?

Womit kann man denn nun drippen? Naja, hübsche Cake Drips kannst du auf Basis verschiedener Zutaten selber machen oder fertig aus der Tube kaufen. Am weitesten verbreitet sind wohl Cake Drips aus Schokolade, Ganache, Candy Melts oder Nuss-Nougat. In Ausnahmen kann auch Royal Icing genutzt werden. Je nachdem wie schokoladig oder bunt es werden soll, hast du hier die freie Auswahl. Wir haben dir eine kleine Übersicht zusammengestellt, was du bei welcher Drip-Variante besonders beachten solltest und wo die Besonderheiten liegen.

Cake Drips aus Schokolade bzw. Kuvertüre

Für einen leckeren Schoko-Drip empfehlen wir Kuvertüre zu nutzen. Sie hat einen höheren Fettgehalt als herkömmliche Schokolade und ist damit nach dem Schmelzen flüssiger. Doch Achtung: Kuvertüre wird suuuuper fest nach dem Abkühlen, was beim Anschneiden später ziemlich tricky werden kann, wenn du nicht nur deine Drips aus Kuvertüre hergestellt, sondern auch die Oberseite deiner Torte schokoladig eingestrichen hast. Daher immer mit einem heißen Messer anschneiden oder alternativ eine Ganache zubereiten.

Sollen es feine Drips aus reiner Kuvertüre sein, ist es ganz egal ob Zartbitter, Vollmilch oder Weiß – sie alle eignen sich gleichermaßen für Cake Drips. Dafür hackst du einfach die Kuvertüre in kleine Stückchen, bevor du sie im Wasserbad schmelzen lässt. Damit deine Drips hinterher schön glänzen, ist das richtige Temperieren essentiell. Erhitzt du Kuvertüre zu stark, bilden sich Klümpchen und beim Auftragen der Drips Schliere. Für das richtige Temperieren deiner Kuvertüre kannst du dich an folgenden Schmelztemperaturen orientieren:

  • Zartbitter: 31°C
  • Vollmilch: 30°C
  • Weiß: 29°C

In unserem Artikel 5 Tipps für die perfekte Schoko-Glasur findest du weitere Tipps für glänzende Schoko-Drips.

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Cake Drips aus Ganache

Cake Drips aus Ganache – wir schwören drauf! Warum? Ganz einfach: Der größte Vorteil einer Ganache ist, dass deine Drips nicht steinhart werden und sich deine Torte weiterhin entspannt schneiden lässt. Ein einfacher Trick, um das Arbeiten mit Schokolade ein wenig einfacher zu machen.

Für den perfekten Drip aus Ganache löse einfach deine Kuvertüre in Sahne auf. Je nach Kuvertüre variiert der Anteil der Sahne. Als Faustregel gilt: Je höher der Kakaogehalt, desto mehr Sahne solltest du hinzufügen. Halte dich hier an folgendes Verhältnis:

  • 100 g Weiße Kuvertüre = 30 g Sahne
  • 100 g Vollmilch Kuvertüre = 40 g Sahne
  • 100 g Zartbitter Kuvertüre = 80 g Sahne

Cake Drips aus Candy Melts

Candy Melts eignen sich ebenso wie Schokolade hervorragend zum Drippen. Der Vorteil von Candy Melts gegenüber Schokolade ist, dass du sie nicht temperieren musst und sie nach dem Erhitzen im Wasserbad oder der Mikrowelle sofort einsatzbereit sind. Aber auch Candy Melts setzen wir in der Regel nicht pur ein, weil auch sie sehr hart werden. Auch hier mischen wir eine Art Ganache, indem wir Sahne hinzugeben. Für die perfekte Drip-Konsistenz kommen auf 100 g Candy Melts etwa 35 g Sahne. Weiterhin bestechen Candy Melts durch ihre unglaubliche Farbvielfalt und lassen sich zudem einfärben, sodass einem kunterbunten Drip-Spaß nichts im Wege steht. Weitere Informationen zum Thema Candy Melts findest du in unserem Artikel Arbeiten mit Candy Melts.

Cake Drips aus Nuss Nougat

Magst du es geschmacklich gern noch etwas nussiger? Dann probiere doch mal einen Drip aus Nuss Nougat. Bei unserer Nusstorte haben wir dafür einfach wenig Nuss-Nougat im Wasserbad geschmolzen und anschließend als Drip über die Torte laufen lassen. Geschmacklich einfach himmlisch und auch optisch super schön, oder?

Cake Drips aus Royal Icing

Nicht so häufig, aber dennoch immer mal wieder gesehen, sind Drips aus Royal Icing, also Eiweißspritzglasur. Dafür einfach ein Eiweiß mit 250 g Puderzucker und nach und nach 2-4 EL Wasser mischen. Unser Tipp: Da Royal Icing nicht stockt, wenn es kalt wird – so wie die anderen Drip-Varianten – sondern erst, wenn es trocknet, empfiehlt es sich, die Eiweißspritzglasur recht dickflüssig anzurühren und lieber nach und nach mit etwas Wasser zu verflüssigen. Ansonsten läufst du Gefahr, dass deine Drips zu flüssig werden.

Fertige Drips

Die schnellste und einfachste Variante für hübsche Drips ist wohl, sie fertig aus der Tube zu kaufen. Wir nutzen beispielsweise den Super Drip von Superstreusel gern. Der Drip kommt in der praktischen Spritzflasche daher, muss nur im Wasserbad oder der Mikrowelle erwärmt werden und ist sofort einsatzbereit. Der Drip ist erhältlich in den verschiedensten Farben und easy aufzubewahren.

fertiger Cake Drip aus der Flasche

Wie bekommen meine Drips die perfekte Konsistenz?

Drips haben die perfekte Konsistenz, wenn sie etwa bis zur Mitte deiner Torte herunterlaufen, aber nicht zu flüssig sind und bis auf die Tortenplatte tropfen. Die Gefahr, dass deine Drips zu weit herunterlaufen ist größer, als umgekehrt, weshalb wir empfehlen, die Drips möglichst kühl aufzutragen. Unser Tipp: Je höher deine Torte, desto weiter müssen deine Drips laufen. Daher bei flachen Torten lieber mit kälteren Drips, bei hohen ruhig mit etwas wärmeren Drips arbeiten.

Was ist die perfekte Temperatur für meine Drips?

Die perfekte Temperatur für deine Drips hängt stark von der jeweiligen Basis deines Drips ab. Der folgenden Übersicht kannst du die Temperatur jeweils entnehmen. Falls du ein Fieberthermometer zuhause hast: Das kannst du super nutzen, um die Temperatur zu checken. Unsere Kollegin Sandra spricht da aus Erfahrung! 

  • Kuvertüre Weiß = 29 °C
  • Kuvertüre Vollmilch = 30 °C
  • Kuvertüre Zartbitter = 31 °C
  • Ganache (Kuvertüre + Sahne) = 35 °C
  • Candy Melts = 35 °C

Der Konsistenz-Test

Wie du herausfindest, ob deine Drips die richtige Konsistenz haben? Ganz einfach: Gib einen Tropfen auf den Boden einer umgedrehten Tasse. Läuft er nicht weiter als bis zu ihrer Mitte, ist die Konsistenz perfekt.

Was mache ich, wenn meine Drips zu fest sind und nicht weit genug herunterlaufen?

Wenn deine Drips zu fest sind, hilft in der Regel nochmaliges Erwärmen. Das macht deine Drip-Masse schön geschmeidig. Die optimale Temperatur für deinen Drip kannst du der oben stehenden Übersicht entnehmen. Bei Royal Icing hilft das Zugeben von etwas mehr Wasser. Jetzt sollte es im wahrsten Sinne des Wortes besser laufen. Und wenn nicht, gibt es hier den ultimativen Hack: Einfach deine Tortenplatte ein wenig auf die Arbeitsfläche klopfen und an ihr rütteln – das gibt deinen Drips den nötigen Schubser.

Was mache ich, wenn meine Drips zu flüssig sind und zu weit herunterlaufen?

Wenn deine Drips noch zu flüssig sind und bis auf den Boden deiner Tortenplatte herunterlaufen, lass die Masse einen Augenblick abkühlen. Achtung: Im Kühlschrank geht das deutlich zu schnell, daher einfach ein wenig bei Raumtemperatur stehen lassen. Die optimale Temperatur für deinen Drip kannst du der oben stehenden Übersicht entnehmen. Bei Royal Icing kannst du einfach noch etwas mehr Puderzucker unterrühren.

Welche Grundlage eignet sich für Cake Drips am besten?

Ob als Naked Cake, mit Fondant eingekleidet, mit Buttercreme, Ganache oder Sahne eingestrichen – Cake Drips eignen sich als Verzierung für ganz unterschiedliche Torten und Untergründe. Wichtig ist, dass deine Torte schön kühl ist, damit deine Drips gut anziehen und nicht bis zum Boden herunterlaufen. Dafür kannst du sie einfach vor dem Verzieren für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Besonders häufig werden Ganache, Butter- und Sahnecremes, seltener auch Fondant als Grundlage für Drips genutzt. Was du hierbei jeweils beachten musst, liest du im folgenden Abschnitt.

Cake Drips auf Ganache, Butter- und Sahnecreme

Wenn deine Cake Drips an einer mit Ganache, Butter- oder Sahnecreme eingestrichenen Torte herunterlaufen sollen, ist es besonders wichtig, deine Torte sauber einzustreichen, damit deine Drips später schön gerade herunterlaufen. Streiche deine Torte dafür am besten mit zwei Schichten ein: Starte zunächst mit einer dünnen Schicht Creme, damit du die Krümel der Böden bindest. Stelle deine Torte anschließend etwa 30 Minuten in den Kühlschrank, bevor du eine zweite Schicht Creme aufträgst. Diese lässt sich nun besonders schön glatt auf die erste Schicht auftragen und sorgt für den optimalen Untergrund für deine Cake Drips.

Beachte, dass Sahnecremes im Gegensatz zu Buttercreme und Ganache einen höheren Wasseranteil haben und deine Drips möglicherweise schneller herunterlaufen. Lasse sie deshalb zur Sicherheit noch ein wenig mehr abkühlen und fester werden. Vor allem Drips aus weißer Schokolade sind durch ihren geringeren Kakaomasse-Anteil besonders anfällig. Wir empfehlen daher: Wenn du Sahne als Grundlage nutzen möchtest, dann bestenfalls einen Drip aus Zartbitter-Kuvertüre oder -Ganache. Um auf die absolute Nummer Sicher zu gehen: Nutze Buttercreme oder Ganache als Grundlage.

Cake Drips auf Fondant

Fondant kann dank der sauberen Optik ebenfalls als Grundlage für Cake Drips verwendet werden. Wir nutzen Fondant als Untergrund eher nicht, weil die Verzierung der hübschen Drips gerade auf eingestrichenen Torten gut zur Geltung kommt. Wenn du jedoch Fondant als Grundlage für Cake Drips nutzen möchtest, solltest du bereits bei der Auswahl des Cake Drips aufmerksam sein. Achte darauf, dass du Glasuren verwendest, die nicht auf Wasserbasis sind, damit das Wasser den Zucker im Fondant nicht löst und aufweicht.

Wie trage ich Cake Drips auf?

Cake Drips trägt man vor allem mit viel Liebe und Geduld auf. Nein, im Ernst: Nimm dir Zeit für deine Drips, schließlich sollen sie der absolute Hingucker auf deiner Torte werden. Mit welchen Utensilien das Auftragen am besten klappt und wie du deine Cake Drips besonders gleichmäßig aufträgst, liest du in diesem Abschnitt.

Womit trage ich meine Cake Drips auf?

Zum Drippen stehen dir verschiedene Utensilien zur Verfügung. Drip- oder Soßen-Flaschen eignen sich hervorragend zum Auftragen deiner Drips, aber auch ein Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle oder einem eingeschnittenen Loch in der Spitze ist eine gute Wahl. Wenn du keines dieser Utensilien zur Hand hast, kannst du auch auf einen herkömmlichen Löffel oder Gefrierbeutel mit Falz zurückgreifen. Setze beim Auftragen deinen Löffel bzw. die Spitze deiner Flasche oder deines Beutels am oberen Rand der Torte an und lasse etwas Drip hinauslaufen. Je mehr Drip du hinauslaufen lässt, desto größer bzw. dicker werden deine Drips. Wenn du es gern gleichmäßig magst, achte also darauf, dass du möglichst immer gleich viel Glasur pro Drip aufträgst. Führe die Spitze bzw. den Löffel entlang der kompletten Tortenkante bis du wieder am Startpunkt bist. Auf einem Tortendrehteller geht das doppelt easy.

Wie werden meine Cake Drips schön gleichmäßig?

Damit deine Drips schön gleichmäßig werden, achte darauf, dass du zügig und immer mit gleichem Druck arbeitest. Je zügiger du arbeitest, desto weniger verändert sich während des Verzierens die Konsistenz deiner Masse. Je nachdem wie viel du spritzt bzw. laufen lässt, veränderst du die Länge und Größe deiner Drips. Wir finden jedoch: Drips dürfen ruhig ein bisschen "unperfekt" aussehen – schließlich gibt genau das den lässigen Tropfen-Look, der diese Verzierung ausmacht. Ruhig also Länge und Größe variieren und bloß nicht ärgern, wenn ein Drip mal etwas aus dem Ruder läuft.

Unsere 5 Tipps für die ultimativen Cake Drips

Fassen wir unser Wissen noch einmal zusammen, sind das wohl die 5 ultimativen Tipps für perfekte Cake Drips:

  1. Auf kaltem Untergrund halten deine Cake Drips gleich viiiiel besser
  2. Beachte die jeweils richtige Temperatur zum Auftragen deiner Drip Variante
  3. Bei der Konsistenz gilt: lieber zu fest als zu flüssig
  4. Arbeite zügig, damit die Konsistenz deiner Drip Masse bestehen bleibt
  5. Für ein perfektes Ergebnis empfehlen wir Ganache-Drips auf Buttercreme

Unsere liebsten Drip Cake Rezepte

Hast du Lust, dein neu gelerntes Cake Drip Wissen gleich anzuwenden? Dann entdecke hier unsere zauberhaftesten Drip Cakes.