Keine Angst vor Pizzateig
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Keine Angst vor Pizzateig

Wie sieht der perfekte Pizzateig aus?

Das ist eine gute Frage. Hier gehen nicht nur die Vorlieben deutlich auseinander, sondern auch die Frage, wie viel Zeit du dir für deinen Pizzateig nehmen möchtest. Mit unserem einfachen Pizzateig Grundrezept kannst du in etwas mehr als einer Stunde eine super Pizza backen. Die perfekte Pizza, wie vom Italiener, braucht jedoch ein bisschen mehr Zeit. Je nachdem ob du auf einen luftig-lockeren Boden stehst, der etwas dicker ist, oder auf einen schön dünnen, knusprigen Boden, solltest du die folgenden Tipps beachten.

Wie wird meine Pizza luftig-locker?

Für die luftig-lockere Konsistenz ist ein guter Hefeteig verantwortlich. Damit die Hefe ihre Arbeit tun kann, musst du die folgenden drei Punkte beachten:

  1. Hefeteig fünf Minuten kneten
  2. Hefeteig gehen lassen bis er sich verdoppelt hat
  3. Hefeteig beim Gehen lassen immer schön abdecken, am besten mit einem feuchten Tuch

Mit diesen drei Tipps bekommst du unter Garantie einen luftig-lockeren Hefeteig für deine Pizza.

Wir wird Pizzateig schön knusprig?

Auch für eine knusprige Pizza solltest du als Grundlage einen Hefeteig verwenden und die oben beschriebenen Tipps beachten. Für einen knusprigen Hefeteig verwende aber am besten etwas mehr Wasser im Teig, sodass du ihn schön dünn ausrollen bzw. ausbreiten kannst. Wichtig ist dafür, dass dein Teig schön entspannt ist. Lässt er sich nicht gut ausbreiten, lass' ihn noch einmal für 20 Minuten ruhen. Darüber hinaus solltest du ihn auf einem Pizzastein backen oder dein Blech auf den Boden deines Ofens legen. So bekommt dein Teig genug Hitze.

Was sind die besten Zutaten für meinen Pizzateig?

Für einen leckeren Pizzateig sind nicht viele Zutaten nötig. In der Regel reichen Mehl und Hefe, Wasser und Salz - schon hast du die perfekte Basis für einen Pizzateig. Klingt einfach? Ist es an sich auch. Wären da nicht zig verschiedene Sorten Mehl, die in Frage kommen und so viele verschiedene Öle. Und dann bleibt auch noch die Frage nach der Hefe. Keine Angst, wir beantworten sie dir alle in den kommenden Abschnitten:

Welche Hefe für Pizzateig?

Fangen wir mal mit der Hefe an. Hier hast du die Wahl zwischen frischer Hefe und Trockenbackhefe aus dem Päckchen. Grundsätzlich kannst du deinen Pizzateig mit beiden Produkten problemlos zubereiten. Wenn du auf einen besonders lockeren Teig mit großen Blasen stehst, empfehlen wir dir ganz klar frische Hefe. Dabei brauchst du zwar etwas mehr Geduld, da die Hefe langsamer aufgeht, aber das Warten lohnt sich hier durchaus.

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Welche Sorte Mehl eignet sich am besten für Pizzateig?

Neben den zwei Möglichkeiten das passende Hefeprodukt zu finden, sieht das bei Mehl schon deutlich vielfältiger aus. Wenn du im Mehlregal nach einem Pizzamehl suchst, findest du mit Sicherheit verschiedene Varianten. Diese haben allerdings ihren Preis. Und diesen Preis in Kauf zu nehmen – da wollen wir ganz ehrlich mit dir sein – lohnt sich einfach nicht. Bei einer guten Pizza kommt es nicht auf das richtige Mehl, sondern auf die richtige Zubereitung an. Am besten benutzt du also klassisches Weizenmehl Type 405. Das ist nicht nur günstig, sondern eignet sich zum Pizza Backen ganz wunderbar. Wenn du jedoch einmal ein spezielles Mehl ausprobieren möchtest, dann empfehlen wir dir Weizenmehl Type 550. Da Pizza jedoch ursprünglich aus den armen Ecken von Neapel stammt und da mit Sicherheit auch niemand teures Geld für das "richtige" Mehl ausgegeben hat, tut es eben auch das ganz klassische Weizenmehl. Du kannst allerdings auch problemlos Dinkelmehl Type 630 nehmen, weil du dies immer 1 zu 1 mit Weizenmehl austauschen kannst.

Was du schon immer über Mehl wissen wolltest

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Welche Mehlsorten gibt es, wofür eignen sie sich und wie unterscheidet man sie. Hier erfährst du alles zum Thema Mehl.
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Gehört Öl in den Pizzateig? Welches Öl nehme ich am besten?

Bei der Frage, ob Öl in den Pizzateig gehört, scheiden sich die Geister. Was wir sicher sagen können: auf die Konsistenz deines Teiges hat die Zugabe von Öl, meistens sind es nämlich nur ein oder zwei Esslöffel, keinen Einfluss. Geschmacklich jedoch kann ein wenig gutes Olivenöl durchaus empfohlen werden. Es führt dazu, dass der Pizzateig etwas pikanter schmeckt und sich so von einem einfachen Hefeteig unterscheidet.

Warum ist Salz im Pizzateig so wichtig?

Du fragst dich, was den einzigartigen Geschmack des Bodens deiner Pizza ausmacht? Das ist ganz simpel: das Salz macht den Unterschied. Bei einem guten Pizzateig schmeckt der rohe Teig nahezu versalzen. Beim Backen wird der Geschmack jedoch milder und sorgt für die passende Würze im Teig.

Klene Pizzateiglinge werden mit Tomatensauce bestrichen

Warum ist das Kneten beim Pizzateig so wichtig?

Das Kneten spielt bei jedem Hefeteig eine wichtige Rolle und damit auch beim Pizzateig. Dabei wird nämlich Luft unter die Zutaten gehoben. Sie führt zu einem lockeren Teig und unterstützt das Aufgehen des Teiges, sodass die Pizza luftig und locker werden kann. Als Daumenregel solltest du deinen Pizzateig immer 5 Minuten lang kneten. Dabei ist es ganz gleich, ob du das mit den Händen machst, einen Mixer oder eine Küchenmaschine verwendest.

Wie lange sollte ich den Pizzateig gehen lassen?

Wie lange dein Pizzateig gehen muss, hängt vor allem von der Temperatur ab, bei der du den Teig gehen lässt. Beschleunigen oder Verlangsamen kannst du den Prozess indem du warme oder kalte Zutaten, also vor allem warmes oder kaltes Wasser, verwendest. Dabei gilt die Faustformel: Je wärmer die Zutaten und der Ort an dem du den Teig gehen lässt, desto schneller geht der Teig auf und desto größer werden die Poren im Teig.

Genauso gilt andersrum: Je kälter die Zutaten und der Ort an dem du deinen Teig gehen lässt (z.B. im Kühlschrank) desto länger braucht der Teig zum Aufgehen und desto feiner werden die Poren. Die genaue Zeit ist damit nicht wirklich vorherzusagen. Als Orientierung kannst du dabei die Daumenregel nutzen: Wenn der Pizzateig doppelt so groß ist wie vorher, dann ist er lange genug aufgegangen.

Zur Orientierung haben wir dir eine kleine Übersicht der Gehzeiten zusammengestellt:

  • Backofen, nicht heißer als 40°C: 15-20 Minuten
  • Warmer Ort, bei etwa 30°C: 30-35 Minuten
  • Raumtemperatur, bei etwa 20°C: 1 Stunde
  • Kühlschrank, bei etwa 5-7°C: 12 bis 24 Stunden
Lasse den Hefeteig abgedeckt gehen.

Wie kann ich Pizzateig ausrollen oder ausbreiten?

Auch beim Formen deiner Pizza hast du wieder verschiedene Möglichkeiten. Je nachdem, ob du eine runde Pizza oder ein ganzes Blech backen möchtest, beginnst du mit einer Teigkugel oder einem rechteckigen Teig. Achte auf jeden Fall darauf, dass du ordentlich Mehl unter den Teig gibst. Du kannst deinen Pizzateig dann entweder mit einem Nudelholz oder Teigroller ausrollen. Alternativ kannst du es auch wie die Italiener machen und deinen Teig mit den Händen ausbreiten.

Verstreue Mehl auf der Arbeitsfläche und dem Nudelholz.

Beim Ausbreiten solltest du sicherstellen, dass du den Teig vorsichtig von der Mitte nach außen immer größer formst. Dabei stresst du den Teig nicht so sehr wie beim Ausrollen, da du immer nur kleine Stellen vom Teig auf einmal bearbeitest. Am besten gibst du auch etwas Mehl auf deine Finger und fängst an, den Teig von der Mitte nach außen immer breiter zu drücken. Wenn der Pizzateig eine entsprechende Breite hat, kannst du ihn auch hochnehmen und mit den Fäusten vorsichtig dehnen. Sollte sich dein Teig nicht gut ausbreiten lassen, gönn' ihm etwas Ruhe. Lass' ihn einfach bei Raumtemperatur für etwa 20 Minuten liegen. Danach lässt er sich viel einfacher bearbeiten - versprochen!

Wie kann ich Pizzateig am besten lagern?

Um Pizzateig aufzubewahren, hast du verschiedene Möglichkeiten. Wenn du bereits weißt, dass du deinen Teig am Vortag vorbereiten möchtest, dann nutze am besten kaltes Wasser für die Zubereitung. Dann kannst du den Teig im Kühlschrank lagern und dort gaaaaanz langsam gehen lassen, um ihn am nächsten Tag zu verarbeiten. Auch wenn du deinen Teig ganz klassisch zubereitet hast, kannst du ihn im Kühlschrank für ein paar Tage lagern. Achte in beiden Fällen darauf, dass du eine Plastikbox nutzt, die noch ausreichend Platz bietet, da der Teig noch weiter aufgehen wird. Außerdem solltest du ihn schon etwa 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit er sich leichter ausrollen bzw. ausbreiten lässt.

Wenn du deinen Pizzateig etwas länger aufbewahren möchtest, so kannst du ihn auch problemlos einfrieren. Verpacke ihn dazu so luftdicht wie möglich und lege ihn zum Auftauen, je nach Größe, für einige Stunden in den Kühlschrank. Eingefroren kannst du deinen Pizzateig für etwa 3 Monate aufbewahren.

Wie wird Pizzateig gebacken?

Auch beim Backen der perfekten Pizza kommen wieder einige Fragen auf. Keine Angst, auch die beantworten wir dir in den folgenden Abschnitten.

Pizza - 13

Bei welcher Temperatur Pizza backen?

Diese Frage zu beantworten ist super einfach: So heiß wie möglich. Was auch immer dein Ofen hergibt, die heißeste Stufe ist gerade gut genug für eine leckere Pizza. Insbesondere, wenn du eine knusprige Pizza backen möchtest, ist dies besonders wichtig. Stelle den Ofen also auf die höchste Stufe und sorge dafür, dass er richtig vorgeheizt ist, bevor du deine Pizza zum Backen hineingibst. Doch Geduld: Das Vorheizen auf solch hohe Temperaturen kann schon einmal ein bisschen dauern.

Auf welcher Schiene Pizza backen?

Also wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, das Backblech mit dem Pizzateig einfach auf den Boden des Ofens zu legen. Am besten legst du das Blech bereits beim Vorheizen mit in den Ofen, damit es schön heiß wird und der Pizzateig einen schön knusprigen Boden bekommt. Wenn du Wert auf einen luftig-lockeren, etwas dickeren Teig legst, kannst du deine Pizza ganz einfach in der Mitte deines Ofens backen.

Soll ich den Pizzateig vor dem Backen einstechen?

Gute Frage! Auch hier kommt es wieder darauf an, was du am liebsten magst. Wenn deine knusprige Pizza, wie beim Italiener, ein paar Blasen bilden soll, brauchst du ihn nicht einstechen. Magst du das nicht so gerne, dann stich am besten mit einer Gabel vor dem Belegen der Pizza ein paar kleine Löcher in den Teig.

Was gibt es für Rezeptideen für und mit Pizzateig?

Bei der Anzahl der vielen Fragen, die wir in diesem Artikel beantwortet haben, siehst du schon, dass die Möglichkeiten beim Pizzateig fast so vielfältig sind, wie die beim Belag. In diesem Abschnitt haben wir dir noch einmal das klassische und ein paar besondere Pizzateig-Rezepte zusammengestellt, sowie ein paar Ideen, was du mit Pizzateig sonst noch Schönes anstellen kannst.

Klassischer Pizzateig

Für einen guten, aber einfachen Pizzateig ist dieses Rezept auf jeden Fall genau das richtige:

Pizza
40 Min. Einfach
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Pizzateig ohne Hefe

Du bist kein großer Fan von Hefe und traust dich da eher nicht ran? Kein Problem, wir haben auch ein Pizzateig-Rezept für dich, das ganz ohne Hefe auskommt und eher ein pikanter Quark-Öl-Teig ist:

Veganer Pizzateig

Gute Nachrichten: alle Rezepte für einen klassischen Pizzateig sind bereits vegan. Wenn du auch auf die Hefe verzichten möchtest, empfehlen wir dir als Alternative unseren Flammkuchenteig, den du einfach mit einem veganen Milchersatz deiner Wahl zubereiten kannst.

Low Carb Pizzateig

Wenn du auf Kohlenhydrate weitestgehend verzichten möchtest, haben wir auch dann ein passendes Pizzateig-Rezept für dich: unsere Low Carb Pizza. Erwarte aber bitte nicht, dass der Teig genau wie ein klassischer Pizzateig schmeckt. Er erinnert eher an einen herzhafter Pfannkuchen, schmeckt aber auch so mega lecker.

Low Carb Pizza
45 Min. Ganz einfach

Kreative Ideen, was du mit Pizzateig machen kannst

Eine gute Pizza ist schon großartig, aber du möchtest deinen Pizzateig gerne noch vielfältiger einsetzen? Dann entdecke unsere Rezeptideen für die verschiedensten Leckereien aus Pizzateig: