Keine Angst vor Waffelteig

Keine Angst vor Waffelteig

Wie unterschiedet sich der Waffelteig für klassische und belgische Waffeln?

Klassische Waffeln werden auf Basis eines einfachen Rührteiges hergestellt, der eher dünn und meistens herzförmig gebacken wird.

Belgische Waffeln bestehen aus einem Hefeteig, der besonders dick und meist in einem Rautenmuster gebacken wird. In der klassischen Form spricht man hier auch von Brüsseler Waffeln. Lütticher Waffeln sind eine besondere Form der belgischen Waffeln, denen noch Hagelzucker hinzugefügt wird, der beim Backen karamellisiert und den Waffeln eine leckere Kruste verleiht. Mega lecker!

Wie bekommt mein Waffelteig die perfekte Konsistenz?

Omas Waffelteig Rezept war das Beste, weil ihre Waffeln die perfekte Konsistenz hatten? Nun ja, die perfekte Konsistenz hängt stark davon ab, was du am liebsten magst. Sollen deine Waffeln am besten wunderbar knusprig, herrlich fluffig und vor allem besonders saftig sein? Je nachdem was du bevorzugst, haben wir unterschiedliche Tipps für dich und verraten dir, wie du den perfekten Waffelteig zubereitest.

Wie werden Waffeln knusprig?

Knusprige Waffeln gelingen dir am besten, wenn du die Hälfte der im Rezept angegebenen Milchmenge durch Mineralwasser ersetzt. Die Kohlensäure sorgt dafür, dass deine Waffeln schön kross werden. Nach dem Backen empfehlen wir außerdem, die Waffeln auf einem Rost und nicht auf einem Teller komplett abkühlen zu lassen. So bildet sich kein Kondenswasser zwischen der warmen Waffel und dem Teller und sie bleiben schön knusprig.

Belgische Waffeln - 11

Wie werden Waffeln weich?

Magst du deine Waffeln lieber weich als knusprig? Dann entscheide dich unbedingt für ein Rezept mit Quark, Milch oder Sahne. Backe deine Waffeln außerdem nicht zu lange, so bleiben sie unter Garantie wunderbar weich.

Wie werden Waffeln fluffig?

Du fragst dich, wie Waffelteig fluffig wird? Wenn du deine Waffeln gern schön luftig-locker magst, ist vor allem Backpulver der Schlüssel zum Glück. Es sorgt für eine lockere Konsistenz und besonders luftige Waffeln. Auch aufgeschlagenes Eiweiß sorgt für extreme Luftigkeit. Du kannst also auch deine Eier vor der Zubereitung des Waffelteiges trennen, das Eiweiß separat zu Eischnee aufschlagen und dann unter den Teig heben. Dabei ist es wichtig, dass du nicht zu lange rührst, sondern den Eischnee nur so lange unterhebst, bis er sich gut verteilt hat und keine Eischnee-Inseln mehr zu sehen sind.

Wie werden Waffeln nicht trocken?

Damit deine Waffeln nicht trocken, sondern ganz im Gegenteil besonders saftig werden, raten wir, auf keinen Fall die Butter- oder Sahnemenge zu reduzieren. Durch den hohen Fettgehalt werden Waffeln besonders saftig. Zur Überprüfung kannst du außerdem immer noch einmal die Flüssigkeitsmenge checken: Ist dein Teig sehr dickflüssig oder bleibt sogar an der Schöpfkelle kleben? Dann kann es sein, dass deine Waffeln etwas hart und trocken werden. Mische im Zweifel also lieber noch etwas Mineralwasser (für knusprige Waffeln) oder Sahne (für saftige Waffeln) unter den Teig.

Wie wird Waffelteig nicht klumpig?

Wenn dein Waffelteig klumpig, flockig oder geronnen aussieht, musst du dir erst einmal keine Sorgen machen. Sicher hatten deine Zutaten einfach nicht die gleiche Temperatur als du sie verarbeitet hast und konnten sich deshalb nicht optimal verbinden. Sobald du Mehl hinzugibst, wird sich das Problem von alleine lösen. Und beim nächsten Mal: Warte bis all deine Zutaten Zimmertemperatur angenommen haben, dann wird dein Waffelteig auch nicht klumpig.

Waffeleisen und Waffeln Topshot

Was kann ich tun, wenn meine Waffeln am Eisen kleben?

Um deine Waffeln nach dem Backen möglichst einfach aus dem Waffeleisen zu lösen, fette das Eisen gut ein. Dafür eignen sich am besten Butter, Butterschmalz, Margarine oder Pflanzenöl. Nutze zum Einstreichen entweder einen Pinsel oder ein Stück Küchenpapier. Pass aber bitte auf deine Finger auf, so ein Waffeleisen wird mächtig heiß! Und das ist auch gut so: drehe die Temperatur deines Waffeleisens ruhig ein bisschen auf, damit deine Waffel nicht kleben bleibt. Wenn du ein neues Waffeleisen mit einer Antihaft-Beschichtung hast, reicht ein einmaliges Einfetten übrigens vollkommen aus. Bei älteren Geräten solltest du vor jeder Waffel noch einmal neu einfetten.

Fette dein Waffeleisen gut ein, damit deine Waffeln nicht am Eisen kleben bleiben

Nach dem Backen kannst du klebengebliebene Teigreste am besten sofort mit einem Stück Küchenpapier aus dem Waffeleisen entfernen. Das geht am besten, wenn das Eisen noch heiß ist. Du kannst mit einem Holzstäbchen auch super die Reste des klebrigen Waffelteigs aus den Rillen kratzen, wenn das nötig ist. Nimm bitte nie eine Gabel oder ein Messer dafür. Damit beschädigst du die Beschichtung und die Waffeln kleben erst recht am Eisen fest. Wenn dein Waffeleisen schon ausgekühlt ist, nutze am besten ein feuchtes Tuch. Achtung: Bitte verwende niemals Spülmittel, um deinen Teig aus dem Waffeleisen zu lösen – es sei denn du planst für das nächste Mal Spüli-Waffeln. Bevor du das Waffeleisen dann zurück in den Schrank stellst, kannst du ein zusätzliches Stück Küchenpapier zwischen die Platten legen, um das letzte überschüssige Fett aufzusaugen.

Kann man Waffeln ohne Waffeleisen backen?

Wenn du kein Waffeleisen zuhause hast und auch keines kaufen möchtest, dann gibt es eine spannende Alternative: Waffelformen aus Silikon. Damit kannst du sowohl belgische Waffeln, als auch Waffeln aus Rührteig in Herzform problemlos im Backofen backen. Du findest solche Silikonformen bei Amazon (Werbung, da Affiliate Link) oder auch immer mal bei Tchibo. Aber, das möchten wir dir auch gerne mit auf den Weg geben, erwarte bitte nicht 100% dasselbe Ergebnis wie mit einem Waffeleisen. Die große Hitze der Eisen sorgt einfach für ein anderes Backergebnis als die heiße Luft aus dem Ofen. Lecker sind aber auch Waffeln aus der Silikonform, ohne Frage.

Einfache Waffeln sind super einfach hergestellt

Wie lässt sich Waffelteig am besten aufbewahren?

Du möchtest Waffelteig vorbereiten, um ihn erst am nächsten Tag auszubacken? Kein Problem. Waffelteig lässt sich mit den richtigen Tipps und Tricks super unkompliziert aufbewahren. Als kleine Faustregel gilt: Gut gekühlt und gut verschlossen hält sich Waffelteig etwa zwei Tage.

Und noch etwas: Falls du einfach nur ein wenig Teig übrig hast, weil du viiiiel zu viel gemacht hast, dann backe deine Waffeln am besten vollständig fertig und bewahre sie im Kühlschrank oder Gefrierfach luftdicht verpackt auf. Im Kühlschrank halten sie dann etwa 3 bis 5 Tage, im Gefrierfach bis zu drei Monate. Wenn du die Waffeln dann zu einem späteren Zeitpunkt servieren möchtest, kannst du sie auf dem Rost im Ofen bei etwa 140° Ober- und Unterhitze (120° Umluft) wieder aufbacken. Das klappt auch in der Mikrowelle mit dem Auftauprogramm und der Abdeckhaube, damit nicht zu viel Feuchtigkeit entweicht, oder im Toaster auf niedriger Stufe ganz wunderbar. 

Waffelteig mit Hefe aufbewahren

Waffelteig für belgische Waffeln, der in der Regel Hefe enthält, kannst du ganz einfach am Vortag zubereiten und ihn dann über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Die Kälte verlängert die Gehzeit, sodass du den Teig am nächsten Tag ganz einfach backen kannst. Am besten nutzt du für den Waffelteig gleich zu Beginn kalte Zutaten, so beginnt das Gehen wirklich erst im Kühlschrank.

Waffelteig mit Backpulver aufbewahren

Waffelteig ohne Hefe kannst du ebenfalls aufbewahren. Auch hier kommt es ein wenig auf die verwendeten Zutaten an. Hast du dich für einen fluffigen Waffelteig mit Backpulver entschieden, kann es sein, dass das Backpulver beim Aufbewahren schon anfängt zu arbeiten und sich der Waffelteig in eine flüssige und eine feste Schicht trennt. Du kannst den Teig am nächsten Tag einfach gut umrühren und bedenkenlos verwenden. Deine Waffeln werden dann zwar nicht so fluffig wie am ersten Tag, aber dennoch lecker wie immer. Unser Tipp: Wenn du Waffelteig am Vortag nur vorbereiten möchtest, verrühre das Backpulver erst am nächsten Tag mit etwas Milch und gib es frisch zum restlichen Teig. Diesen bereitest du also am Vortag erst einmal ohne Backpulver zu. Als Orientierung empfehlen wir etwa 2 EL Milch auf 1 TL Backpulver. Wenn du deinen Teig mit Eischnee statt mit Backpulver zubereitet hast, kannst du deinen Teig luftdicht verpackt hervorragend im Kühlschrank aufbewahren und zu einem späteren Zeitpunkt backen. Länger als zwei Tage solltest du den Teig jedoch nicht aufbewahren, schließlich sind rohe Eier drin.

Was kann ich aus alten Waffeln machen?

Du hast dich mit der Menge der Waffeln verschätzt und deine Gäste haben nicht alle Waffeln aufgegessen? Kein Problem: Du kannst die Waffeln, wie oben schon beschrieben, einfach im Kühlschrank oder im Gefrierschrank aufbewahren und dann noch einmal aufbacken.

Alternativ eignen sich auch Waffeln, wie nahe alle anderen Gebäcke, wunderbar als Grundlage für Cake Pops, Kuchenlollis und Cakesicles. Du bist auf der Suche nach den passenden Rezepten? Wir haben dir hier mal ein paar zusammengestellt:

Unsere Waffel-Rezepte im Überblick

Haben wir dich jetzt richtig dazu motiviert, Waffeln zu backen? Dann entdecke hier all unsere Waffel-Rezepte im Überblick.