Pflanzliche Alternativen zu Gelatine

Pflanzliche Alternativen zu Gelatine

Agar-Agar, das vegetarische Geliermittel

Agar-Agar ist wohl das bekannteste vegetarische Geliermittel. Es kommt ursprünglich aus Japan und wird aus Algen gewonnen. Agar-Agar gibt es mittlerweile in allen gut sortierten Supermärkten zu kaufen. Dort findest du es im Regal mit den Backwaren, gleich neben der klassischen Gelatine. Für den Austausch von Gelatine durch Agar-Agar kannst du in etwa das folgende Verhältnis heranziehen: Für 500g einer Creme, die regulär mit 6 Blatt Gelatine gefestigt werden, benötigst du 1 TL (4g) Agar-Agar. Bitte beachte, dass dies von Produkt zu Produkt variieren kann und schau auf jeden Fall die Packungsanweisung deines Produktes an.

Da Agar-Agar immer einmal heiß aufgekocht werden muss, ist es zwingend notwendig eine Flüssigkeit im Rezept zu haben. Wenn dies nicht gegeben ist, kannst du einfach Wasser nehmen, oder nach Belieben eine andere Flüssigkeit, wie Orangensaft oder die Abtropfflüssigkeit von Kirschen aus dem Glas nutzen. Bitte beachte, dass Agar-Agar kein großer Freund von Säure ist. Auf Zitronensaft solltest du also beim Einsatz von Agar-Agar besser verzichten.

Unter einer fruchtigen Erdbeerkuppel verbirgt sich ein Kuchen mit leckerer Frischkäse-Quark-Creme.

Pektin, das Geliermittel für Marmeladen und Fruchtmassen

Der klassische Gelierzucker, den du für Marmeladen verwendest, ist ebenfalls rein pflanzlich. Hier sorgt Pektin für das Andicken von Früchten. Pektin wird aus der Schale von Äpfeln oder Zitronen gewonnen und ist in Form von Gelierzuckern oder einfachen Pulvern im Supermarkt zu bekommen. Du findest es dort darum meist im Regal neben dem klassischen Zucker. Für schnittfeste Fruchtmassen, die in einer Torte eingesetzt werden können, musst du von den klassischen Angaben auf der Produktverpackung etwas abweichen und die Menge an Frucht ein wenig reduzieren. Aber auch ganz klassisch hergestellte Marmeladen eignen sich toll als Füllung für deine Torten.

Biskuit - Detail

Sahnesteif für Torten mit Sahnecremes

Ein weiterer Klassiker, der für die klassisch geschlagene Sahne zum Kuchen bereits bekannt ist, ist Sahnesteif. Sahnesteif besteht in der Regel aus Traubenzucker und Stärke und wird während des Aufschlagens in die Sahne eingerührt, damit sie ihre Form hält. Für 200g Schlagsahne benötigst du ein Päckchen Sahnesteif. 

Der bewährte Helfer: Sahnesteif
Der bewährte Helfer: Sahnesteif
Hält geschlagene Sahne steif und verhindert das schnelle Durchweichen von Tortenböden
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Da die Sahne damit zwar etwas fester, aber nicht komplett schnittfest wird, hast du bei dem Einsatz der Creme für Torten 2 Möglichkeiten: Entweder gibst du die Sahnecreme nur oben auf deine Torte. Oder du gibst die Sahnecreme als Füllung zwischen zwei Böden. Dann empfehlen wir dir, den oberen Boden vorab schon in Tortenstücke zu schneiden, wie bei unserer Stachelbeer-Baiser-Torte.

Es gibt aber auch Cremes, die auf festere Zutaten, wie Mascarpone und Quark aufbauen und Sahne mit Sahnesteif zusätzlich für eine luftige Konsistenz einsetzen. Glaubst du nicht? Dann schau dir das Rezept für unsere kleine Blüten-Torte an.

Pflanzliche Dessertpulver für Tortencremes

Wie du vielleicht schon in dem ein oder anderen unserer Rezepte entdeckt hast, gibt es auch einige Dessertpulver, die sich mit kleinen Anpassungen super als Füllung für Torten eignen. Dazu gehört unter anderem die Paradies Creme von Dr. Oetker. Paradies Creme besteht wie Sahnesteif aus Stärke und nutzt als Geliermittel zusätzlich Carrageen. Auch Carrageen wird aus einer Alge gewonnen und sorgt für die passende Festigkeit von Cremes. Besonders lecker und passend zu vielen Torten ist die Paradies Creme Weiße Schokolade. Wenn du eine kleine Torte ø 18cm oder ø 20 cm mit einer Paradies Creme füllen möchtest, schlage zwei Päckchen mit 500g Schlagsahne auf. Du kannst die Torte dann wie im Rezept zur Gin-Tonic-Torte füllen und rundum einstreichen.

Gin-Tonic-Torte
2:27 Std. |  Mittel