Pralinen selber machen
bezahlter Inhalt

Pralinen selber machen

Welche Pralinen kann ich selber machen?

Du möchtest gerne Pralinen selber machen und fragst dich, welche verschiedenen Arten dieser leckeren Süßigkeit es eigentlich gibt? So vielfältig wie Gebäcke sind auch Pralinen-Rezepte. Von der Füllung über die Hülle bis zur Verzierung: Du hast die Wahl.

Klassische Pralinen

Die klassischen Pralinen unterteilt man in die folgenden Kategorien:

  • Marzipanpralinen
    Hierfür wird Marzipanrohmasse mit Puderzucker verknetet und nach Belieben mit verschiedenen Spirituosen und Nüssen verfeinert.
  • Nougatpralinen
    Für Pralinen aus Nougat wird dieser in der Regel mit etwas Schokolade stabilisiert und wenn gewünscht mit Nüssen, Mandeln oder Pistazien verfeinert.
  • Trüffelpralinen
    Es gibt zwei verschiedene Arten von Trüffel-Pralinen. Sahnetrüffel bestehen aus einer Ganache, also Schokolade, die in Sahne aufgelöst und dann aufgeschlagen wird. Buttertrüffel nutzen hingegen Butter und Schokolade als Basis. Beide können nach Belieben mit Spirituosen und Aromen verfeinert werden.
  • Likörpralinen
    Auch hier gibt es zwei verschiedene Optionen: mit und ohne Kruste. In beiden Fällen befindet sich innen Likör und außen Schokolade. Die Kruste ist eine Zuckerschicht zwischen den beiden Schichten.
  • Krokantpralinen
    Für diese knusprige Art der Pralinen werden Mandeln oder Nüsse karamellisiert und meist mit Marzipan oder Nougat zu Pralinen verarbeitet.
  • Früchtepralinen
    Der Begriff beschreibt getrocknete oder kandierte Früchte, die mit Schokolade überzogen werden.

Weitere kreative Pralinen

Darüber hinaus kannst du auch Pralinen selber machen, die nicht aus der klassischen Pâtisserie stammen, aber super einfach herzustellen sind und mindestens genauso lecker schmecken. Wie findest du folgende Ideen?

  • Kekspralinen
    Hier zerkleinerst du deine Lieblingskekse einfach zu kleinen Bröseln, die du dann mit einer Mischung aus geschmolzener Schokolade und Sahne wieder zu einer festen Masse bindest und als kleine Kugeln, wie unsere Spekulatius-Kugeln, servierst.
  • Raw Bites
    Unter Raw Bites verstehen wir kleine Kugeln aus rohen Zutaten, also einer Mischung aus getrockneten Früchten, Nüssen und etwas Wasser.
  • Fudge
    Fudge bezeichnet ein Karamell-Konfekt, das seinen Ursprung in England hat. Besonders Schoko-Fudge lässt sich aus Kuvertüre und gezuckerter Kondensmilch super leicht herstellen und nach Belieben mit Schokostückchen, Nüssen oder Mandeln verfeinern.

Verschiedene Grundmassen für selbstgemachte Pralinen

Jetzt hast du bestimmt schon richtig Lust auf kleine Pralinen und möchtest am liebsten gleich loslegen, oder? Abhängig von der Art deiner Praline entscheidest du dich damit für eine Grundmasse. Wir haben dir für unsere liebsten Pralinen hier einmal passende Grundrezepte zusammengestellt.

Pralinen aus Marzipan

Neben dem Klassiker Marzipankartoffeln kannst du Marzipanpralinen nach dem folgenden Schema herstellen:

  • 250 g Marzipanrohmasse
  • 50 g fein gemahlene Nüsse (zum Beispiel Pistazien oder Walnüsse)
  • 25 ml der Spirituose deiner Wahl

Verknete alle Zutaten gut miteinander. Anschließend kannst du sie sowohl zu Kugeln rollen oder in gleichmäßige Stücke schneiden und mit Kuvertüre überziehen.

Pralinen mit Trüffelmassen

Wenn du kleine Trüffel herstellen magst, die du einfach nur zu kleinen Kugeln formen und dann in Puderzucker oder Kakao wälzen möchtest, hilft dir das folgende Grundrezept:

  • 300 g Kuvertüre (weiß oder Vollmilch) bzw. 250 g Zartbitterkuvertüre
  • 125 g Schlagsahne
  • 30 g Butter
  • Aroma

Die Sahne kochst du kurz auf, nimmst sie vom Herd und löst die kleingehackte Kuvertüre darin auf. Dann gibst du noch das Aroma dazu und stellst die Masse über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag schlägst du sie zusammen mit der Butter auf, formst kleine Kugeln und wälzt diese in Puderzucker, Kakao oder einer Mischung aus beidem. Wenn die Masse zu weich wird, kannst du sie jederzeit einfach wieder kaltstellen.

Für eine Trüffelmasse, mit der du Pralinen aus der Silikonform oder Pralinenhohlkörper füllen kannst, stellst du am besten eine Ganachecreme her. Dazu benötigst du:

  • 100 g Schlagsahne
  • 20 g Glucosesirup
  • 190 g Kuvertüre (weiß oder Vollmilch) bzw. 170 g Zartbitterkuvertüre
  • 30 ml der Spirituose deiner Wahl

Auch hier kochst du deine Sahne mit dem Glucosesirup auf und löst die gehackte Kuvertüre darin auf. Den Alkohol kannst du ebenfalls mit der Kuvertüre dazu geben und gut verrühren. Ist die Masse auf Raumtemperatur abgekühlt, kannst du sie mit einem Spritzbeutel in die vorbereiteten oder gekauften Hohlkörper geben und diese mit der entsprechenden Schokolade verschließen.

Schokoladen-Fudge Grundrezept

Neben diesen beiden Klassikern wollen wir dir auch unser Pralinen-Rezept für leckeren Schoko-Fudge nicht vorenthalten. Dafür brauchst du:

  • 200 g Kuvertüre
  • 400 g gezuckerte Kondensmilch
  • 250 g Nüsse, getrocknete Früchte oder Süßigkeiten deiner Wahl

Für die Zubereitung erhitzt du einfach die gezuckerte Kondensmilch und zerlässt darin die gehakte Kuvertüre. Die weiteren Zutaten rührst du einfach kurz unter und gibst die ganze Masse zum Abkühlen in eine Kastenform, die du mit Backpapier ordentlich ausgelegt hast. Wenn die Masse im Kühlschrank festgeworden ist, kannst du sie mit einem scharfen Messer einfach in gleichgroße Stücke schneiden und nach Belieben verschenken oder selber naschen.

Einfache Pralinen-Rezepte

Neben diesen Klassikern haben wir noch weitere, super einfache Pralinen-Rezepte für dich, bei denen du ohne jegliche Vorkenntnisse die leckersten kleinen Geschenke für deine Lieben zaubern kannst:

Rumkugeln
25 Min. Ganz einfach
Raw Bites
20 Min. Ganz einfach
Spekulatius-Kugeln
25 Min. Ganz einfach
Stollenkonfekt
1:10 Std. Ganz einfach
Rocky Road
15 Min. Ganz einfach
Baileys®-Kugeln
30 Min. Ganz einfach
Marzipankartoffeln
40 Min. Ganz einfach

Verschiedene Formen für selbstgemachte Pralinen

Wenn du Pralinen selber machen möchtest, kannst du dir überlegen, ob du sie in der Silikonform oder im Hohlkörper herstellen möchtest. Gerade für Anfänger empfehlen wir eher Letzteres, beides geht aber gleichermaßen gut, wenn man die wichtigsten Tipps beachtet. Und die kommen hier.

Gefüllte Pralinen aus der Silikonform

Für Pralinen bekommst du online verschiedene Formen. Es gibt neben den klassischen Pralinenformen aus Hartplastik auch solche aus Silikon. Die sind gerade für den Anfang etwas einfacher zu handhaben, da die flexible Form das Herausdrücken der Pralinen erleichtert.

Pralinen werden von unten nach oben aus der Silikonform gedrückt

Klassischerweise füllst du die Formen, ganz gleich ob fest oder Silikonform, zuerst randvoll mit der Schokolade deiner Wahl und gießt diese anschließend wieder aus. So stellst du sicher, dass du eine vollständige Hülle aus Schokolade erhältst. Die lässt du dann fest werden, sodass du deine Füllung, zum Beispiel eine Trüffelmasse, hineinfüllen kannst. Aber Achtung: Lass oben noch etwas Platz, sodass du deine Pralinen noch mit einem zweiten Schwung Schokolade verschließen kannst.

Pralinen werden mit einer Eierlikörcreme aus dem Spritzbeutel gefüllt

Pralinen im Hohlkörper

Ein etwas einfacherer Weg kleine Pralinen zu machen, ist fertige Hohlkörper zu kaufen. Pralinen-Hohlkörper, das sind kleine leere Schokoladenkugeln mit einer kleinen Öffnung. Du bekommst sie in der Regel online in den klassischen drei Schokoladensorten. Die Hohlkörper kannst du einfach nach Belieben füllen. Am besten nimmst du dafür einen Spritzbeutel, sodass du deine Creme schön sauber einfüllen kannst. Anschließend verschließt du das kleine Loch noch mit etwas flüssiger Schokolade der passenden Sorte.

Fertig gefüllte und verschlossene Pralinen im Hohlkörper

Natürlich sind deine Pralinen so schon einmal super lecker, optisch lassen sie jedoch meist noch ein wenig mehr aufhübschen. Darum werden die Hohlkörper in der Regel noch einmal in zerlassene Kuvertüre getaucht und danach entsprechend verziert. Typisch für Trüffelpralinen ist, diese – nachdem sie aus dem Schokoladenbad kommen – noch einmal über einen Gitterrost zu rollen. So ziehen sich die typischen kleinen Spitzen und die Pralinen bekommen ihre besondere Optik.

Pralinen mit Schokoladenüberzug werden auf einem Gitterrost gerollt und bekommen dadurch die typische Trüffel Optik

Hilfreiche Tipps und Tricks

Du hast dich an Pralinen bisher nicht getraut oder hast schon einmal Pralinen selber gemacht, die aber nicht so richtig schön geworden sind? Mit unseren Pralinen-Rezepten hast du erst einmal eine gute Basis, aber auch diese nützlichen Tipps für selbstgemachte Pralinen helfen ganz bestimmt noch einmal weiter:

Warum laufen Pralinen an?

Deine Pralinen sehen super hübsch aus, wenn du sie aber trocknen lässt, bekommen sie kleine oder sogar große weiße Flecken? Das passiert leider sehr oft. Diese weißen Flecken deuten darauf hin, dass die Schokolade, die du für das Äußere deiner Praline genutzt hast, nicht richtig temperiert war. Der Trick für glänzende Schokolade ist, diese erst in die Form oder über die Praline zu geben, wenn sie die passende Temperatur hat.

Pralinen auf einem Teller - davon einige schön glänzend, andere matt und mit weißen Flecken

Schokolade für Pralinen temperieren

Um Kuvertüre oder Schokolade richtig zu temperieren, gibst du zunächst erst einmal 2/3 deiner Gesamtmenge in ein Wasserbad. Wenn dieser Teil vollständig geschmolzen ist, sollte sie etwa 45 Grad warm sein. Ist das geschafft, nimm deine Schüssel vom Wasserbad und gib das andere Drittel deiner Schokolade, am besten sehr fein gehackt, dazu. Ab jetzt heißt es, fleißig umrühren bis sich alle Schokostücken vollständig aufgelöst haben. Dann ist die richtige Temperatur entscheidend. Je nach Sorte der Schokolade sollte diese die folgende Temperatur haben, bevor du sie weiterverarbeitest.

  • Zartbitterschokolade          31 °C
  • Vollmilchschokolade            30 °C
  • Weiße Schokolade                29 °C

Wenn du es beim Kuvertüre schmelzen ganz genau wissen willst, solltest du hier unbedingt ein Thermometer nutzen. Dazu kannst du ein professionelles Schokoladenthermometer nutzen, ein klassisches Bratenthermometer tut es aber auch. Und sogar mit einem einfachen Fieberthermometer haben wir gute Erfahrungen gemacht.

Bei einer im Wasserbad geschmolzene Schokolade wird mit einem Thermometer die Temperatur kontrolliert

Pralinen aus der Form lösen

Du hast schon einmal Pralinen selbst gemacht, aber das Lösen aus der Form hat nicht geklappt? Hier haben wir zwei Tipps für dich:

  • Pralinen aus der Silikonform lösen
    Um Pralinen aus der Sililkonform zu lösen, ist es besonders wichtig, dass die Schokoladen-Schicht dick genug ist, damit sie beim Herausdrücken nicht bricht. Für die passende Dicke hilft dir ebenfalls ein kleiner Moment Geduld bevor du die Schokolade wieder aus der Form gießt. Auch temperierte Schokolade sorgt für eine entsprechend dicke Schicht, da sie dann nicht mehr so flüssig ist. Wenn die Pralinen gut abgekühlt sind, kannst du sie einfach mit etwas Kraft aus der Form drücken. Wenn sie dennoch brechen, einfach noch einmal für 10 Minuten in den Gefrierschrank geben.
  • Pralinen aus der klassischen Hartplastik-Form lösen
    Auch bei der klassischen Pralinenform aus Hartplastik hilft Kälte. Gib deine Pralinen für 10 Minuten in den Gefrierschrank. So ziehen sie sich zusammen und du kannst sie mit etwas Klopfen aus der Form lösen. Ansonsten hilft auch das leichte Biegen in die verschiedenen Richtungen, um die Schokolade aus der Form zu lösen. Danach sollten die Pralinen leichter herausfallen.

Warum verwendet man Glucose-Sirup?

Du hast in einigen Rezepten gesehen, dass für die Herstellung von Pralinen Glucose-Sirup verwendet wird und fragst dich, warum das wichtig sein könnte? Glucose-Sirup eignet sich auf Grund seiner klebrigen Konsistenz super als Bindemittel in den Füllungen deiner Pralinen. Darüber hinaus verhindern sie, dass der enthaltene Zucker kristallisiert und verbessern damit die Haltbarkeit der kleinen Süßigkeiten. Wenn deine Pralinen jedoch nicht über Wochen lagern sollen, sondern eher zügig vernascht werden, kannst du auch ohne Glucose-Sirup wunderbare Pralinen selber machen.

Wo und wie bewahre ich Pralinen am besten auf?

Pralinen sind tatsächlich etwas empfindlich und sollten aus diesem Grund am besten luftdicht verschlossen an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort gelagert werden. Gib sie also am besten in eine Plastikdose, die nicht durchsichtig ist und verschließe diese fest. Die optimale Temperatur, um Pralinen zu lagern, liegt bei 15 bis 18 Grad. Am besten stellst du sie also in den Keller oder einen anderen kühlen Raum in deiner Wohnung.

Wie lange sind Pralinen haltbar?

Wenn du Pralinen wie beschrieben lagerst, sind sie auf jeden Fall zwei Wochen haltbar. Trüffelpralinen, insbesondere auf Sahne-Basis, solltest du auf keinen Fall länger aufbewahren. Einzige Ausnahme: Sie enthalten seeeeeehr viel Alkohol. Das verlängert die Haltbarkeit auf bis zu sechs Wochen.

Sowohl Pralinen aus Marzipan und Nougat, als auch Raw Bites und Kekspralinen kannst du durchaus bis zu drei Wochen aufbewahren. Wenn sie denn so lange überhaupt überleben – schließlich sind so leckere selbstgemachte Pralinen in der Regel super schnell vernascht.

Freebies für Geschenkverpackungen

Freebies für Geschenkverpackungen

Du suchst noch nach einer passenden Geschenkverpackung  für deinen Lieblingsmenschen? Dann haben wir hier ein paar hübsche Freebies für dich.
Jetzt entdecken!